The National Times - Habeck will Ausbau der Solarenergie mit "Solarpaket I" beschleunigen

Habeck will Ausbau der Solarenergie mit "Solarpaket I" beschleunigen


Habeck will Ausbau der Solarenergie mit "Solarpaket I" beschleunigen
Habeck will Ausbau der Solarenergie mit "Solarpaket I" beschleunigen / Foto: © AFP

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will den Ausbau der Solarenergie mit einem "Solarpaket I" beschleunigen. Das Paket soll Bürokratie abbauen und bestehende Regelungen "klarer und gerechter" fassen, wie am Montag aus dem Wirtschaftsministerium verlautete. Mehr Geld soll es aber nicht geben. Ein Kabinettsbeschluss sei für den Sommer geplant, erklärte eine Sprecherin auf AFP-Anfrage. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Textgröße ändern:

Laut Gesetzentwurf soll die Hälfte der neuen Solaranlagen in den kommenden Jahren auf Dächern gebaut werden, die andere Hälfte auf Freiflächen. Die Installation von Balkon-Kraftwerken soll sehr viel einfacher werden - so soll künftig nur noch die Meldung bei der Bundesnetzagentur Pflicht sein und nicht mehr auch die beim Netzbetreiber.

Beim Bau von Solaranlagen auf dem Dach soll es laut Ministeriumssprecherin zum Beispiel eine neue Vergütungsform der unentgeltlichen Abnahme geben. Neu eingeführt werden soll die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung, um ein Gebäude "bürokratiearm" mit Solarstrom zu beliefern. Grundstückseigentümer sollen künftig Leitungen und sonstige Einrichtungen zum Anschluss von Solaranlagen dulden müssen. Die Strafen bei technischen Defekten sollen verringert, der Ersatz alter Anlagen durch neue und leistungsfähigere (Repowering) ermöglicht werden.

"Es geht um den Abbau von Hemmnissen, um den Solarausbau schneller voranzubringen und die gesetzlichen Ziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2023 zu erreichen", erklärte Habecks Sprecherin. "Wir wollen 215 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung bis 2030." Der jährliche Ausbau müsse von derzeit rund sieben Gigawatt auf 22 Gigawatt verdreifacht werden. Das "Solarpaket I" ist aktuell in der Ressortabstimmung und soll nach den Worten der Sprecherin "zeitnah" an die Länder und Verbände gehen.

Mit dem beschleunigten Ausbau gehe "keine grundlegende Erhöhung der Haushaltsausgaben" einher, heißt es im Gesetzentwurf, der AFP vorlag. Vorgesehen seien "gleichermaßen kostensteigernde und kostensenkende Maßnahmen". Im Ergebnis werde erwartet, dass das Gesetz auf den Haushalt "leicht kostensenkend wirken kann".

P.Johnston--TNT

Empfohlen

US-Verteidigungsminister Hegseth: Zahl der Offiziere um 20 Prozent reduziert

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die Armee drastisch verschlanken. Am Mittwoch erklärte er in seiner jährlichen Rede vor der Militärspitze, er habe die Zahl der ranghöchsten Offiziere und der Planstellen "um 20 Prozent" verringert - das wäre doppelt so viel wie bisher angekündigt.

Wadephul sieht EU-Erweiterung auf westlichem Balkan als "Nagelprobe für Europa"

Vor einem Treffen mit europäischen Außenministern in Montenegro hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die EU-Erweiterung auf dem westlichen Balkan als eine "Nagelprobe für Europa" bezeichnet. Sie entscheide, "welchen Einfluss die EU in den nächsten Jahrzehnten" haben werde, erklärte Wadephul am Mittwochabend vor seiner Abreise in die Region. "Nur wenn wir den Westbalkanstaaten eine glaubwürdige EU-Perspektive bieten und sie enger an uns binden, sichern wir uns dauerhaft geopolitischen Spielraum."

Großeinsatz an Luftwaffenstützpunkt: London sieht "starke Hinweise" auf iranische Beteiligung

Nach Angaben des britischen Premierministers Andy Burnham deutet einiges darauf hin, dass der Iran an verdächtigen Aktivitäten an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands beteiligt war. "Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt hat, die sich an diesem Wochenende auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford zugetragen haben", sagte der Labour-Politiker am Mittwoch in einem Interview mit der BBC.

Berliner SPD erwartet Erklärung zu Eralps Mitgliedschaft bei Roter Hilfe

Angesichts der Mitgliedschaft von Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bei der vom Verfassungsschutz beobachteten Roten Hilfe wird auch das Thema Linksextremismus eine Rolle bei einem Vorgespräch für mögliche rot-grün-rote Sondierungen in Berlin spielen. "Wir werden das thematisieren", sagte SPD-Spitzenkandidat Krach am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er erwarte, dass Eralp hierzu ihre Position erläutere und die Gründe sowohl für ihre am Dienstag bekannt gewordene Mitgliedschaft als auch für ihren Austritt im vergangenen Jahr nenne.

Textgröße ändern: