The National Times - Russische Regierung für freien Tag für Medienschaffende nach Wagner-Aufstand

Russische Regierung für freien Tag für Medienschaffende nach Wagner-Aufstand


Russische Regierung für freien Tag für Medienschaffende nach Wagner-Aufstand
Russische Regierung für freien Tag für Medienschaffende nach Wagner-Aufstand / Foto: © AFP

Nach den aufregenden Stunden während des Aufstandes der russischen Söldnertruppe Wagner hat sich die Regierung in Moskau für einen freien Tag für Medienschaffende und IT-Spezialisten ausgesprochen. "Der Samstag war ein sehr emotionaler und angespannter Tag", erklärte das russische Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien am Sonntag in Online-Netzwerken. "Wir empfehlen, Mitarbeitern von IT- und Telekommunikationsunternehmen sowie Medien einen Tag frei zu geben."

Textgröße ändern:

Davon ausgenommen werden sollten allerdings Kräfte, die "an sogenannten kritischen Funktionen beteiligt" seien.

Am Freitagabend war der seit langem schwelende Machtkampf zwischen dem Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin und der russischen Militärführung eskaliert. Kämpfer der Söldnertruppe marschierten von der Ukraine aus mit dem Ziel nach Russland ein, die Militärführung in Moskau zu stürzen. Nach rund 24 Stunden Aufstand vollzog Prigoschin am Samstagabend überraschend eine Kehrtwende und beorderte seine Söldner zurück in ihre Lager.

Als der Aufstand noch im Gange war, hatte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin den Montag in der Hauptstadt zum arbeitsfreien Tag erklärt, um "die Risiken zu minimieren". Nach dem Ende des Wagner-Aufstands erklärte die Stadtverwaltung, dass es dennoch bei dem zusätzlichen freien Tag bleibe.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Wadephul sieht EU-Erweiterung auf westlichem Balkan als "Nagelprobe für Europa"

Vor einem Treffen mit europäischen Außenministern in Montenegro hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die EU-Erweiterung auf dem westlichen Balkan als eine "Nagelprobe für Europa" bezeichnet. Sie entscheide, "welchen Einfluss die EU in den nächsten Jahrzehnten" haben werde, erklärte Wadephul am Mittwochabend vor seiner Abreise in die Region. "Nur wenn wir den Westbalkanstaaten eine glaubwürdige EU-Perspektive bieten und sie enger an uns binden, sichern wir uns dauerhaft geopolitischen Spielraum."

Großeinsatz an Luftwaffenstützpunkt: London sieht "starke Hinweise" auf iranische Beteiligung

Nach Angaben des britischen Premierministers Andy Burnham deutet einiges darauf hin, dass der Iran an verdächtigen Aktivitäten an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands beteiligt war. "Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt hat, die sich an diesem Wochenende auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford zugetragen haben", sagte der Labour-Politiker am Mittwoch in einem Interview mit der BBC.

Berliner SPD erwartet Erklärung zu Eralps Mitgliedschaft bei Roter Hilfe

Angesichts der Mitgliedschaft von Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bei der vom Verfassungsschutz beobachteten Roten Hilfe wird auch das Thema Linksextremismus eine Rolle bei einem Vorgespräch für mögliche rot-grün-rote Sondierungen in Berlin spielen. "Wir werden das thematisieren", sagte SPD-Spitzenkandidat Krach am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er erwarte, dass Eralp hierzu ihre Position erläutere und die Gründe sowohl für ihre am Dienstag bekannt gewordene Mitgliedschaft als auch für ihren Austritt im vergangenen Jahr nenne.

Bundeskabinett beschließt Pflegereform - Beitragserhöhung für 2027 abgewendet

Mit einem in letzter Minute gefundenen Kompromiss will die schwarz-rote Koalition weitere Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung für kommendes Jahr abwenden. Eine tiefer greifende Reform verschob die Bundesregierung aber auf Mitte 2027 - der am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedete Reformentwurf zielt vor allem auf eine kurzfristige Stabilisierung der Pflegekassen ab. Zentrale Fragen sind weiter zwischen Union und SPD umstritten.

Textgröße ändern: