The National Times - Huthi-Rebellen stimmen UN-Plan für maroden Öl-Tanker vor Jemens Küste zu

Huthi-Rebellen stimmen UN-Plan für maroden Öl-Tanker vor Jemens Küste zu


Huthi-Rebellen stimmen UN-Plan für maroden Öl-Tanker vor Jemens Küste zu
Huthi-Rebellen stimmen UN-Plan für maroden Öl-Tanker vor Jemens Küste zu

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben mit der UNO eine Vereinbarung zum Umgang mit einem verlassenen Öl-Tanker im Roten Meer geschlossen. Am Wochenende sei eine entsprechende "Absichtserklärung" unterzeichnet worden, um eine verheerende Ölpest zu verhindern, teilte die UNO am Montag mit. Der von den Vereinten Nationen koordinierte Plan sieht unter anderem vor, die 1,1 Millionen Barrel Öl an Bord des 45 Jahren alten Tankers "FSO Safer" abzupumpen und mit einem anderen Schiff abzutransportieren.

Textgröße ändern:

Die "FSO Safer" liegt seit 2015 rund sechs Kilometer vor der Küste der Hafenstadt Hodeida vor Anker. Die UNO und Umweltschützer warnen vor den Folgen eines möglichen Ölaustritts für die Ökosysteme, die örtliche Fischerei-Industrie und den Betrieb des wichtigen Hafens in Hodeida, über den ein Großteil der Hilfsgüter in das Krisenland gebracht wird.

Der Zustand des verrosteten Schiffes hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Unter anderem wurden wichtige Arbeiten zur Reduzierung der explosiven Gase in den Lagertanks vernachlässigt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnte davor, dass das Schiff "jeden Moment explodieren" könnte.

Durch das geplante Abpumpen des Öls werde die "unmittelbare Bedrohung" beseitigt, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Jemen, David Gressly. Es sei zudem eine "langfristige Lösung" vorgesehen, fügte er hinzu, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Finanzierung der Vorhaben sei aber noch nicht gesichert. Der ranghohe Huthi-Vertreter Mohammed Ali al-Huthi hatte am Sonntag erklärt, er hoffe, dass durch die Arbeiten "eine Katastrophe vermieden werden kann".

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits rund 380.000 Menschen getötet, Millionen weitere mussten flüchten. Die UNO stuft den Krieg und seine Folgen als weltweit schlimmste humanitäre Krise ein.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Umfrage: 84 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen um Deutschland

Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung wächst bei einem Großteil der Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage Sorge und Unzufriedenheit über deren Politik. In der vom Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhobenen repräsentativen Umfrage äußerten 84 Prozent der Befragten große oder sehr große Sorge um Deutschland. 64 Prozent der Befragten waren demnach der Ansicht, dass keine denkbare Koalition in der Lage ist, die Probleme im Land zu lösen. Nur 11 Prozent machten sich demnach geringe Sorgen.

Woody Harrelson bewundert Protestkultur der Franzosen

Hollywoodstar Woody Harrelson wünscht sich eine lebendigere Protestkultur in den USA. Die US-Bürger sollten "so demonstrieren wie die Franzosen", denn "wir lassen unserer Regierung so viel durchgehen", sagte der Schauspieler der Nachrichtenagentur AFP am Samstag beim Filmfestival in Cannes.

Trotz Waffenruhe-Verlängerung: Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an

Einen Tag nach der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat Israel erneut Hisbollah-Ziele im Nachbarland angegriffen. Die Streitkräfte hätten Angriffe auf die Infrastruktur der pro-iranischen Miliz "in mehreren Gebieten im Süden des Libanon" begonnen, erklärte die Armee am Samstag. Die Hisbollah lehnt die Feuerpause wie auch die direkten Gespräche ab und griff Israel erneut mit Drohnen an. Israel meldete den Tod eines Soldaten im Südlibanon.

Regierungskrise in London: Ex-Minister Streeting will Starmer als Premier ablösen

Der vor zwei Tagen als britischer Gesundheitsminister zurückgetretene Wes Streeting will Premierminister Keir Starmer ablösen. Streeting kündigte am Samstag an, er wolle als möglicher Nachfolger des nach den Kommunal- und Regionalwahlen angeschlagenen Partei- und Regierungschefs kandidieren. "Wir brauchen einen echten Wettkampf mit den besten Kandidaten, und ich werde antreten", sagte Streeting in London. Der 43-Jährige ist der erste potenzielle Herausforderer des Premiers, der öffentlich seine Absicht bekundet hat, gegen Starmer anzutreten.

Textgröße ändern: