The National Times - Streitkräfte Russlands und der USA haben direkten Draht gelegt

Streitkräfte Russlands und der USA haben direkten Draht gelegt


Streitkräfte Russlands und der USA haben direkten Draht gelegt
Streitkräfte Russlands und der USA haben direkten Draht gelegt

Die Streitkräfte der USA und Russlands haben inmitten des Ukraine-Kriegs eine direkte Telefonleitung aktiviert, um mögliche Missverständnisse und damit Zusammenstöße von Soldaten beider Länder zu verhindern. Die Leitung zwischen dem in Stuttgart angesiedelten Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte und dem russischen Verteidigungsministerium sei diese Woche eingerichtet worden, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Freitag. "Wir wollen in der Lage sein, direkt auf operationaler Ebene mit dem russischen Verteidigungsministerium zu sprechen."

Textgröße ändern:

Das sei wichtig, um "das Risiko von Fehlkalkulationen zu senken und in der Lage zu sein, in Echtzeit miteinander zu sprechen, sollte dies notwendig sein", sagte Kirby weiter. Von Bedeutung sei dies auch, weil der Luftraum über der Ukraine, der sowohl von ukrainischen als auch von russischen Flugzeugen beansprucht werde, direkt an Nato-Mitgliedstaaten angrenze.

Ob beide Seiten - nach einem erfolgten anfänglichen Test - bereits über diese Leitung miteinander gesprochen haben, konnte Kirby nicht sagen. Einen solchen direkten Draht hatten die Streitkräfte beider Länder bereits im Bürgerkrieg in Syrien aufgebaut, wo zeitgleich sowohl russische als auch US-Soldaten im Einsatz waren. Die Idee war, mögliche Missverständnisse zu vermeiden, die zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Einheiten beider Länder hätten führen können.

Der Westen hat mit harten Sanktionen und Waffenlieferungen für die ukrainischen Streitkräfte auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert. Die USA und ihre Nato-Verbündeten wollen zugleich unbedingt ein Übergreifen des Kriegs auf andere Länder vermeiden. Die Nato lehnt deswegen eine von der Ukraine geforderte Flugverbotszone ab.

Derweil kündigte das Weiße Haus für kommende Woche eine Reise von Vizepräsidentin Kamala Harris nach Polen und Rumänien an. Die Stellvertreterin von Präsident Joe Biden wird von Mittwoch bis Freitag die Hauptstädte Warschau und Bukarest besuchen.

"Ihr Besuch wird die Stärke und Einheit des Nato-Bündnisses und die Unterstützung der USA für die Verbündeten der östlichen Nato-Flanke angesichts der russischen Aggression zeigen", erklärte das Weiße Haus. Die Reise werde auch die gemeinsamen Bemühungen der Nato zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine unterstreichen.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Neue Proteste in Frankreich - Furcht vor Ausschreitungen

In ganz Frankreich sind für Samstag neue Proteste gegen gestiegene Lebenshaltungskosten und Probleme im Bildungswesen angekündigt. Landesweit sind rund 150 Demonstrationen geplant. Die Behörden befürchten erneut schwere Ausschreitungen und mobilisierten 70.000 Polizisten. Das Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez warnt vor "Vorfällen städtischer Gewalt vergleichbar mit jenen am 17. Oktober".

Bundesweite Jugendproteste geplant - Forderung nach bezahlbarem Leben

In bundesweiten Kundgebungen wollen junge Menschen am Samstag für bessere Bildung und ein bezahlbares Leben auf die Straße gehen. In den vier Großstädten Berlin, Köln, Frankfurt und München veranstaltet die Gruppierung "GenZ regelt!" eigene Kundgebungen, in 30 weiteren Städten können sich Interessenten örtlichen Initiativen anschließen. Sie fordern von der Politik ein stärkeres Eintreten für die Belange junger Menschen. Die Veranstalter rufen zur Gewaltfreiheit auf.

Parteitag der Linken in Berlin entscheidet über Koalitionsverhandlungen

Die Berliner Linke will am Samstag (10.00 Uhr) auf einem Parteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD entscheiden. Sollten die Wahlsieger der Linken sich erwartungsgemäß für die Verhandlungen entscheiden, könnten sechs Wochen nach der Wahl die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung beginnen. Grüne und SPD haben bereits für Koalitionsverhandlungen gestimmt.

Trump wettert bei Wahlkampfauftritt in Florida gegen "Kommunisten" bei Demokraten

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Florida die Demokraten erneut scharf attackiert. Die Kundgebungen seiner Republikaner hätten nur einen Zweck: zu verhindern, dass bei den sogenannten Midterms "Kommunisten, die Amerika hassen", die Kontrolle über den US-Kongress übernähmen, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) vor Anhängern in Daytona Beach. Auch mehrere demokratische Kongresskandidaten griff er persönlich an.

Textgröße ändern: