The National Times - Selenskyj mit militärischen Ehren im Kanzleramt empfangen

Selenskyj mit militärischen Ehren im Kanzleramt empfangen


Selenskyj mit militärischen Ehren im Kanzleramt empfangen
Selenskyj mit militärischen Ehren im Kanzleramt empfangen / Foto: © AFP

Nach seinem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit militärischen Ehren in Berlin empfangen worden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) begrüßte ihn am Sonntagvormittag vor dem Kanzleramt. Ein Musikkorps spielte die Hymnen beider Länder, bevor Scholz und Selenskyj sich zu einem Gespräch ins Kanzleramt zurückzogen.

Textgröße ändern:

Der ukrainische Präsident war in der Nacht zum Sonntag zu seinem ersten Besuch in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs eingetroffen. Er wurde zunächst im Schloss Bellevue von Steinmeier begrüßt. Nach einem Gespräch hinter verschlossenen Türen fuhr der ukrainische Staatschef dann zum Kanzleramt weiter.

Am Nachmittag sollen Selenskyj und das ukrainische Volk mit dem Aachener Karlspreis geehrt werden. Ob der Präsident aus diesem Anlass nach Aachen reist, blieb bis zuletzt offen.

Die Bundesregierung hatte am Samstag ein milliardenschweres Rüstungspaket für Kiew angekündigt. Selenskyj lobte die Zusage auf Twitter als "mächtiges Paket". Zudem nannte er weitere Schlagworte seiner Deutschland-Reise: "Luftabwehr. Wiederaufbau. EU. Nato. Sicherheit." Die Ukraine strebt einen baldigen Beitritt zur EU und zur Nato an.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte bereits bei einem Besuch in Kiew im April erklärt, dass beim Gipfeltreffen in der litauischen Hauptstadt Vilnius im Juli über die Beitrittsperspektive der Ukraine gesprochen werden soll. "Die Zukunft der Ukraine ist in der Nato", sagte Stoltenberg damals.

Selenskyj sagte Anfang Mai bei einem Besuch in Den Haag, sein Land sei "realistisch" und rechne nicht "während des Krieges" mit einem Nato-Beitritt. Er forderte aber "eine klare Botschaft, dass wir nach dem Krieg der Nato angehören werden".

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland

Mehr als 100 israelische Siedler haben am Dienstag ein Dorf im besetzten Westjordanland attackiert. Bei dem Angriff auf das Dorf Dschalud im Norden des Palästinensergebiets wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Häuser in Brand gesetzt und drei israelische Polizisten verletzt. Die Polizei teilte mit, sie habe einen Verdächtigen festgenommen und zwei Minderjährige zum Verhör mitgenommen.

Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat bei einem Besuch in Berlin seine "exzellenten Beziehungen" zu Kreml-Chef Wladimir Putin gepriesen. "Was auch immer in der Ukraine passiert, wir werden niemals vergessen, dass Russland und die Ukraine unsere Freunde sind", sagte Tokajew am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri

In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, am Dienstag zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, am Dienstag im Königspalast und beauftragte sie offiziell mit der Bildung der neuen Regierung.

Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

Textgröße ändern: