The National Times - Selenskyj dankt Papst Franziskus für Einsatz für Ukraine

Selenskyj dankt Papst Franziskus für Einsatz für Ukraine


Selenskyj dankt Papst Franziskus für Einsatz für Ukraine
Selenskyj dankt Papst Franziskus für Einsatz für Ukraine / Foto: © VATICAN MEDIA/AFP

Nach einer Privataudienz bei Papst Franziskus hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Oberhaupt der katholischen Kirche für dessen Einsatz für sein Land gedankt. Er sei Franziskus "dankbar für die Aufmerksamkeit, die er persönlich der Tragödie von Millionen von Ukrainern widmet", erklärte Selenskyj am Samstagabend nach dem gut eineinhalbstündigen Gespräch im Online-Dienst Telegram. Zuvor hatte der ukrainische Staatschef bei seinem ersten Besuch in Italien seit Beginn des russischen Angriffskriegs dem Land für dessen militärische Unterstützung und seine Loslösung von russischen Energieimporten gedankt.

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Mit Franziskus habe er über das Schicksal von "zehntausenden deportierten Kindern" gesprochen, erklärte Selenskyj weiter auf Telegram. "Wir müssen alles tun, um sie nach Hause zu bringen", ergänzte er. Kiew wirft Russland die Deportation von mindestens 20.000 ukrainischen Kindern vor. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hatte Mitte März wegen der Verschleppungen Haftbefehle gegen Kreml-Chef Wladimir Putin und die "Kinderrechtsbeauftragte" des russischen Präsidenten, Maria Alexejewna Lwowa-Belowa, erlassen.

Selenskyj erklärte zudem, er habe mit Franziskus über den von Kiew vorgelegten Zehn-Punkte-Friedensplan gesprochen und dem Pontifex vorgeschlagen, zu dessen "Umsetzung beizutragen". Der im vergangenen November vom ukrainischen Staatschef vorgelegte Plan sieht unter anderem die territoriale Integrität der Ukraine, die Freilassung ukrainischer Gefangener und die Ernährungssicherheit in der Ukraine vor. Russland hat ihn mehrfach zurückgewiesen.

Vor seinem Gespräch mit Franziskus war Selenskyj von Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und von Regierungschefin Giorgia Meloni empfangen worden. Er sei gekommen, um Italien für die Unterstützung gegen die russische Invasion zu danken. Italien habe "etwas Wichtiges getan, indem es bei der Energieversorgung weniger abhängig von Russland" geworden sei. Dadurch werde dem "Terrorstaat" die Möglichkeit genommen, Druck auf Rom auszuüben.

Italiens seit Oktober regierende ultrarechte Regierungschefin Meloni sagte, sie werde Kiew "volle und uneingeschränkte Unterstützung" dabei zusichern, die "schrittweise Integration" des Lands in die EU zu erleichtern. Rom sei zudem bereit, eine "weitere Intensivierung der Partnerschaft mit der Nato zu unterstützen".

Nach seiner Abreise aus Italien wird Selenskyj am Sonntag in Deutschland erwartet. In Berlin bestätigten Regierungskreise der Nachrichtenagentur AFP am Samstag den Besuch Selenskyjs, ohne jedoch Details zu nennen. Am Sonntagnachmittag soll Selenskyj der Aachener Karlspreis verliehen werde - ob er persönlich zugegen sein wird, blieb weiterhin offen.

C.Stevenson--TNT

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