The National Times - Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt

Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt


Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt
Türkei wegen ungerechtfertigter Geldstrafe für Amnesty verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen einer ungerechtfertigten Geldstrafe für Amnesty International verurteilt. Die Türkei habe das Recht auf ein faires Verfahren verletzt, urteilten die Richter am Dienstag in Straßburg. Auslöser des Rechtsstreits war eine 2008 verhängte Verwaltungsstrafe in Höhe von 5000 Euro gegen die türkische Sektion der Menschenrechtsorganisation.

Textgröße ändern:

Die türkischen Behörden warfen der Amnesty-Filiale vor, aus dem Ausland bezogenes Geld zu spät deklariert zu haben. Tatsächlich habe es zu dem Zeitpunkt eine Gesetzeslücke gegeben, betonen die Straßburger Richter. Es sei unklar gewesen, ob die türkische Sektion von Amnesty International überhaupt verpflichtet gewesen sei, Zahlungen aus der Zentrale für laufende Kosten zu deklarieren. Die türkischen Behörden hätten ihre Entscheidung für das Verhängen einer Verwaltungsstrafe "nicht ausreichend begründet".

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte die Türkei deswegen zu einer finanziellen Entschädigung in Höhe von mehr als 12.000 Euro, die die türkische Sektion von Amnesty International und deren damaliger Leiter Yakup Levent Korkut erhalten sollten.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

Merz: Russland "nicht an ernsthaften" Ukraine-Gesprächen interessiert

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. "Die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland hat gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert ist", sagte Merz am Dienstag in Berlin bei einer Pressekonferenz mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew.

Bericht: Berliner Linken-Spitzenkandidatin Eralp war Mitglied von Roter Hilfe

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist einem Zeitungsbericht zufolge Mitglied im vom Verfassungsschutz beobachteten Verein Rote Hilfe gewesen. Das gehe aus früheren Auflagen des Handbuchs des Berliner Abgeordnetenhauses hervor, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Dienstag. Die Landesgeschäftsstelle der Linken bestätigte der Zeitung, dass Eralp bis 2025 Mitglied gewesen sei.

Sachsen-Anhalt: AfD-Chef Siegmund will im Dezember Ministerpräsident werden

Die AfD hat in Sachsen-Anhalt konkrete Schritte für die Regierungsübernahme skizziert: Landeschef Ulrich Siegmund kündigte am Dienstag in Magdeburg an, sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen zu wollen. Außerdem bestimmte die Landtagsfraktion einstimmig den Abgeordneten Tobias Rausch zum Kandidaten für das Amt des Landtagspräsidenten - dieser soll in der konstituierenden Sitzung am 6. Oktober gewählt werden und würde der erste AfD-Politiker in solch einem Spitzenamt.

Textgröße ändern: