The National Times - Diakonie fordert schnellere Integration von Geflüchteten in Arbeitsmarkt

Diakonie fordert schnellere Integration von Geflüchteten in Arbeitsmarkt


Diakonie fordert schnellere Integration von Geflüchteten in Arbeitsmarkt
Diakonie fordert schnellere Integration von Geflüchteten in Arbeitsmarkt / Foto: © AFP

Der evangelische Sozialverband Diakonie hat Bund und Länder zur besseren Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt aufgefordert. "Deutschland kann aus der Not der Aufnahme eine Tugend zur Steigerung des Arbeitskräftepotenzials machen", erklärte Maria Loheide, Diakonie-Vorständin Sozialpolitik, anlässlich der am Mittwoch beginnenden Integrationsministerkonferenz. Unter anderem müsse der Bund die Migrationsberatung "auskömmlich finanzieren". Die Länder sollten politisch unterstützen, mit eigenen und mit den Kommunen abgestimmten Strategien.

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Loheide machte auf die teils lange Dauer von Asylverfahren aufmerksam. "Damit Geflüchtete, die schon länger hier in Deutschland leben, diese verlorene Zeit für eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt schnell wieder aufholen können, braucht es gezielte Vorbereitungen zur Integration in den Arbeitsmarkt und eine starke und nachhaltige soziale Arbeit", erklärte sie.

Zudem forderte die Diakonie eine Härtefallregelung für in Deutschland geborene und aufgewachsene Menschen mit ungeklärter Identität und Staatsangehörigkeit. Ihnen müsse mit Erreichen der Volljährigkeit die Einbürgerung ermöglicht werden.

Auch der Städte- und Gemeindebund forderte stärkere Bemühungen von Bund und Ländern. "Die Zahl der Menschen, die nach Deutschland kommen, wird auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Nachrichtenportal "t-online". "Es ist deshalb eine wichtige Herausforderung, dass es gelingt, diese Personen und ihre Familien so schnell wie möglich zu integrieren."

Landsberg sprach sich dafür aus, berufliche Qualifizierungen "unverzüglich und möglichst digital" anzuerkennen und das Angebot an Kursen auszubauen. "Wir müssen Sprachkurse ausweiten und sie auch für die Angehörigen so früh wie möglich anbieten, und zwar in der Weise, dass sie auch parallel zu einer Ausbildung oder Arbeit absolviert werden können."

Die bayerische Landesregierung rief den Bund vor der am Mittwoch in Wiesbaden beginnenden Integrationsministerkonferenz auf, sich stärker an den migrationsbedingten Kosten zu beteiligen. "Von der Integrationsministerkonferenz erwarte ich mir einen klaren Schulterschluss aller Länder gegenüber dem Bund, dass dieser endlich seiner finanziellen Verantwortung gerecht wird", sagte Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (CSU) der "Welt".

Die derzeitige finanzielle Unterstützung der Bundesregierung sei "völlig unzureichend". Erhebungen aller Länder hätten gezeigt, dass die Mittel, die der Bund für 2022 und 2023 gewähre, "nur einen Bruchteil der Kosten decken".

P.Johnston--TNT

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