The National Times - 74 Prozent der Franzosen halten schnelle Durchsetzung der Rentenreform für Fehler

74 Prozent der Franzosen halten schnelle Durchsetzung der Rentenreform für Fehler


74 Prozent der Franzosen halten schnelle Durchsetzung der Rentenreform für Fehler
74 Prozent der Franzosen halten schnelle Durchsetzung der Rentenreform für Fehler / Foto: © AFP/Archiv

Etwa 74 Prozent der Franzosen halten die schnelle Verabschiedung der Rentenreform für einen Fehler und fürchten, dass dies soziale Unruhen weiter anheizt. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten BVA-Umfrage hervor, derzufolge sich zudem 63 Prozent der Befragten eine Fortsetzung der Proteste wünschen.

Textgröße ändern:

Präsident Emmanuel Macron rutscht laut der Umfrage unterdessen um zwei Punkte auf 26 Prozent Zustimmung ab. Dieses Niveau hatte er zuletzt zu Beginn der Gelbwestenkrise 2018 erreicht. Während der monatelangen Krise, die von einer geplanten Ökosteuer auf Treibstoffe ausgelöst war, war Macron zeitweise auf unter 20 Prozent Zustimmung abgesunken.

Die jüngsten Versprechen, die Macron während einer Fernsehansprache gemacht hatte, halten 73 Prozent der Befragten für unrealistisch. Macron hatte unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, eine Schulreform, eine grünere Industrie und eine bessere Organisation der ärztlichen Notdienste in Aussicht gestellt.

Etwa 45 Prozent sind der Umfrage zufolge weiterhin wütend wegen der Rentenreform, die das Rentenalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre hinaufsetzt. Ihr Anteil ist um drei Punkte leicht gesunken. Der Anteil der Menschen, die sich als "resigniert" bezeichnen, ist hingegen um acht Punkte auf 24 Prozent angestiegen.

Macron setzt darauf, dass der Widerstand gegen die mit einem legalen Verfahrenstrick im Eiltempo durchgesetzte Reform allmählich nachlässt. Er will nun verstärkt durch das Land reisen, um den Kontakt zu den Wählern zu suchen und neue Themen zu setzen. In dieser Woche traf er bei zwei Ortsterminen jeweils auf wütende Demonstranten.

Seine Minister haben in dieser Woche bereits zwei Maßnahmen angekündigt, welche die Menschen etwas beruhigen sollen: So sollen geringe Geschwindigkeitsdelikte künftig weniger hart bestraft werden, und die Preisbremse für Strom soll noch bis Anfang 2025 verlängert werden.

A.M.James--TNT

Empfohlen

Öffentliche Schulden im zweiten Quartal 2026 um 1,0 Prozent gestiegen

Die öffentlichen Schulden sind im zweiten Quartal dieses Jahres um 1,0 Prozent gestiegen. Insgesamt waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte mit 2753,5 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Schulden des Bundes stiegen im Vergleich zum ersten Quartal um 1,1 Prozent auf 1907,1 Milliarden Euro.

Rettungskräfte: Zahl der Toten bei Angriff der Armee auf Markt in Myanmar auf 50 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine ist nach Angaben von Rettungskräften auf 50 gestiegen. Zudem seien bei dem Angriff am Montag in der Stadt Kyauktaw 58 Menschen verletzt worden, erklärten die Rettungskräfte am Dienstag. Demnach könnte die Zahl der Toten noch steigen, da einige Leichen in Bränden nach dem Angriff verloren gegangen seien.

Nach Explosion in Grenzgebiet: Südkorea wirft Norden Verletzung von Waffenstillstand vor

Nach einer vermutlich durch eine nordkoreanische Mine ausgelösten Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea vergangene Woche hat Seoul dem Nachbarland einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen vorgeworfen und Konsequenzen angekündigt. "Dies ist eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, und da Nordkorea die Verantwortung trägt, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", sagte Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul am Dienstag vor dem Parlament. Bei dem Vorfall waren drei südkoreanische Offiziere schwer verletzt worden, einer verlor seinen Fuß.

SPD-Politiker Pantazis zuversichtlich bei Einigung zur Pflegereform

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, ist zuversichtlich, dass rechtzeitig eine Einigung zwischen Union und SPD bei der geplanten Pflegereform gelingt. "Noch ist kein weißer Rauch aufgestiegen", sagte Pantazis am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" zu den am Montag angesetzten Gesprächen. Er sei aber guter Dinge, dass eine Einigung gelingen werde. Die Reform soll eigentlich am Mittwoch ins Kabinett.

Textgröße ändern: