The National Times - Mindestens acht Tote bei russischem Luftangriff auf Wohngebäude in Slowjansk

Mindestens acht Tote bei russischem Luftangriff auf Wohngebäude in Slowjansk


Mindestens acht Tote bei russischem Luftangriff auf Wohngebäude in Slowjansk
Mindestens acht Tote bei russischem Luftangriff auf Wohngebäude in Slowjansk / Foto: © AFP

Bei einem russischen Luftangriff auf ein Wohngebäude in der ostukrainischen Stadt Slowjansk sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden, darunter ein Kleinkind. Bei dem Bombardement seien zudem 21 Menschen verletzt worden, sagte der Gouverneur der Region Donezk, Pawlo Kyrylenko, am Freitag im ukrainischen Fernsehen. Russlands Präsident Wladimir Putin unterzeichnete unterdessen ein Gesetz, das die Mobilisierung von Soldaten deutlich erleichtern soll.

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AFP-Journalisten beobachteten vor Ort in Slowjansk den Einsatz von Rettungskräften an einem Wohngebäude aus sowjetischer Zeit. Weitere Häuser auf der gegenüberliegenden Seite der Straße standen in Flammen, aus ihnen stieg schwarzer Rauch aus. Wie die ukrainische Polizei im Onlinedienst Twitter mitteilte, verstarb ein Kind in einem Rettungswagen, nachdem es aus den Trümmern gezogen worden war. Kyrylenko sagte, bei dem Kind habe es sich um einen kleinen Jungen gehandelt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte nach dem Angriff, Russland bombardiere Wohngebäude "auf brutale Weise" und töte "am helllichten Tag Menschen".

Slowjansk befindet sich im ukrainisch kontrollierten Teil der Region Donezk und liegt 45 Kilometer nordwestlich der seit Monaten heftig umkämpften Stadt Bachmut. Russischen Angaben zufolge rückten Söldner der Gruppe Wagner am Freitag weiter in der etwa 45 Kilometer südöstlich von Slowjansk liegenden Stadt vor. Wie AFP aus ukrainischen Armeekreisen erfuhr, sendet Kiew weiter neue Truppen nach Bachmut.

Die Region Donezk zählt zu den vier ukrainischen Regionen, deren Annexion Putin im September erklärt hatte, obwohl Moskau die Gebiete nur teilweise kontrolliert. Die russische Armee hat seit dem Beginn ihrer Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 zahlreiche Angriffe auf die dortige zivile Infrastruktur ausgeführt.

Am vergangenen Wochenende waren in der ebenfalls von Russland beanspruchten südukrainischen Großstadt Saporischschja ein Mann und seine elfjährige Tochter bei einem Raketenangriff auf ihr Wohnhaus getötet worden.

Mehr als ein Jahr nach Beginn der russischen Invasion unterzeichnete Putin am Freitag ein erst am Mittwoch vom Parlament verabschiedetes Gesetz zur einfacheren Mobilisierung russischer Bürger. Künftig kann Reservisten ihr Einberufungsbescheid auch über ein staatliches Online-Portal übermittelt oder einer anderen Person zugestellt werden.

Bisher mussten Einberufungsbescheide persönlich zugestellt werden. Putin hatte im September 2022 die Mobilisierung von 300.000 Reservisten angeordnet. Diese war jedoch schleppend verlaufen, zehntausende Russen waren ins Ausland geflohen.

Das nun von Putin unterzeichnete Gesetz ermöglicht es der Polizei, zum Dienst an der Waffe aufgerufene Staatsbürger zu suchen. Finanzämter, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen sind nun verpflichtet, persönliche Informationen über für die Mobilisierung in Frage kommende Bürger zu liefern.

L.Johnson--TNT

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