The National Times - Zwei Palästinenser bei Einsatz israelischer Sicherheitskräfte im Westjordanland getötet

Zwei Palästinenser bei Einsatz israelischer Sicherheitskräfte im Westjordanland getötet


Zwei Palästinenser bei Einsatz israelischer Sicherheitskräfte im Westjordanland getötet
Zwei Palästinenser bei Einsatz israelischer Sicherheitskräfte im Westjordanland getötet

Israelische Sicherheitskräfte haben bei einem Schusswechsel in einem Flüchtlingslager im besetzten Westjordanland zwei Palästinenser getötet. Sicherheitskräfte, darunter verdeckte Ermittler, seien in das Lager Dschenin gekommen, um einen wegen "terroristischer Aktivitäten gesuchten" Verdächtigen festzunehmen, teilte die Grenzpolizei am Dienstag mit. Nach der Festnahme sei aus mehreren Richtungen das Feuer auf die Beamten eröffnet worden.

Textgröße ändern:

Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte zurückgeschossen. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums zwei Männer getötet. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa handelte es sich um zwei Männer im Alter von 18 und 22 Jahren.

Die Gewalt zwischen Palästinensern und israelischer Armee im Westjordanland hatte zuletzt wieder zugenommen. Nahe Bethlehem töteten israelische Soldaten vergangene Woche einen 14-Jährigen, der Armeeangaben zufolge Molotow-Cocktails auf vorbeifahrende israelische Autos geworfen haben soll.

In den beiden Wochen davor waren im Westjordanland zwei weitere palästinensische Jugendliche getötet worden, einer von ihnen bei Protesten gegen die israelische Besatzung, der andere bei Ausschreitungen nach dem Abriss des Hauses eines Palästinensers, der des Mordes an einem Siedler beschuldigt wird.

Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Inzwischen leben dort rund 475.000 jüdische Siedler und 2,9 Millionen Palästinenser. Die meisten israelischen Siedlungen gelten völkerrechtlich als illegal. Häufig kommt es zu Konflikten zwischen Siedlern und Palästinensern.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Proteste im Iran: Aktivisten melden 27 getötete Demonstranten und mehr als tausend Festnahmen

Seit Beginn der neuen Proteste im Iran haben Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten Dutzende Menschen getötet, darunter auch Minderjährige. Mindestens 27 Menschen seien von den Sicherheitskräften "durch Schüsse oder andere Gewalt" in acht Regionen des Landes getötet worden, erklärte die Organisation Iran Human Rights (IHR) am Dienstag. Unter den Getöteten seien fünf Kinder. Aus Sicht von IHR-Chef Mahmud Amiry-Moghaddam ist "das Regime derzeit instabiler denn je".

Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Anschlag auf Berliner Stromnetz

Nach dem Anschlag mutmaßlicher Linksextremisten auf die Stromversorgung in Berlin hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, teilte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag in Karlsruhe mit. Weitere Auskünfte würden derzeit nicht erteilt.

Berlin: Geldstrafe wegen Holocaust-Verharmlosung auf Instagram

Wegen eines die NS-Verbrechen verharmlosenden Posts auf Instagram ist ein 40-Jähriger in Berlin zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach ihn am Dienstag der Volksverhetzung schuldig, wie eine Sprecherin mitteilte.

SPD in Brandenburg kündigt Koalition mit BSW: Woidke plant Gespräche mit CDU

Die SPD in Brandenburg hat ihre Regierungskoalition mit dem BSW nach rund einem Jahr aufgekündigt und will nun Gespräche mit der CDU über die Bildung eines neuen Bündnisses führen. Die "Basis einer demokratischen Mehrheit" sei angesichts "ständiger Auseinandersetzungen" innerhalb des BSW über dessen Selbstverständnis und Kurs nicht länger gegeben, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag in Potsdam.

Textgröße ändern: