The National Times - Jordanischer König ruft zum "Schutz" heiliger Stätten in Jerusalem auf

Jordanischer König ruft zum "Schutz" heiliger Stätten in Jerusalem auf


Jordanischer König ruft zum "Schutz" heiliger Stätten in Jerusalem auf
Jordanischer König ruft zum "Schutz" heiliger Stätten in Jerusalem auf / Foto: © AFP

Der jordanische König Abdullah hat bei einem Treffen mit muslimischen und christlichen Religionsspitzen zum Schutz der heiligen Stätten in Jerusalem aufgerufen. Es sei "die Pflicht eines jeden Muslims, israelische Eskalationen gegen die heiligen Stätten in Jerusalem zu verhindern", erklärte Abdullah am Sonntag in Amman. Laut der Erklärung des Königshauses sagte der König der von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geleiteten Delegation, Jordanien werde "immer an Ihrer Seite sein".

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Das Treffen zwischen den König und den Religionsvertretern erfolgte inmitten erneuter Spannungen im israelisch-palästinensischen Konflikt, aber auch im Zuge zunehmender Angriffe auf christliche Einrichtungen. Abdullah betonte laut der Erklärung die "Notwendigkeit, die Vertreibung der Christen sowie die wiederholten Angriffe auf Kirchen, religiöse Persönlichkeiten und christliches Eigentum in Jerusalem zu beenden".

Am Freitag hatten Kirchenführer in Jerusalem ihre Besorgnis über die zunehmende Gewalt und die Schändungen christlicher Stätten im vergangenen Jahr geäußert und die israelischen Behörden zu verstärkten Schutzmaßnahmen während der Osterfeiertage aufgerufen.

Der jordanische König verwies bei dem Treffen zudem auf sein langjähriges Engagement für die Erhaltung von "Frieden und Harmonie" auf dem Gelände der unter jordanischer Verwaltung stehenden Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg. Für Muslime ist der Hügel in der Altstadt von Jerusalem mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee die drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina. Juden verehren den Tempelberg als ihren heiligsten Ort.

Jüngste Vorfälle auf dem Gelände hatten Befürchtungen geweckt, die seit Wochen anhaltenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern könnten während des muslimischen Fastenmonats Ramadan wieder zunehmen.

In der Nacht zum Samstag hatten israelische Polizisten einen israelischen Araber an einem der Zugangstore zum Tempelberg erschossen. Nach Darstellung der Polizei hatte der 26-jährige Medizinstudent nach der Waffe eines Beamten gegriffen und geschossen, was dessen Familie ebenso wie die im israelischen Parlament vertretene islamisch-konservative Raam-Partei jedoch zurückwiesen.

Bis zu dem Vorfall war der zweite Freitag des muslimischen Fastenmonats Ramadan auf und am Tempelberg ruhig verlaufen. In den vergangenen beiden Jahren war die Jerusalemer Altstadt während des Ramadan Schauplatz von Gewalt.

Nach Ägypten war Jordanien im Jahr 1994 das zweite arabische Land, das Israel als Staat anerkannte und einen Friedensvertrag mit dem Nachbarland unterzeichnete. Beide Länder wichtige Vermittler zwischen Israel und den Palästinensern. Ende Februar hatten israelische und palästinensische Vertreter in der jordanischen Hafenstadt Akaba vereinbart, auf eine "Deeskalation" hinzuwirken und "neue Gewalt zu verhindern".

C.Stevenson--TNT

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