The National Times - Karlsruhe: Verfassungsbeschwerden gegen Vorratsdatenspeicherung haben sich erledigt

Karlsruhe: Verfassungsbeschwerden gegen Vorratsdatenspeicherung haben sich erledigt


Karlsruhe: Verfassungsbeschwerden gegen Vorratsdatenspeicherung haben sich erledigt
Karlsruhe: Verfassungsbeschwerden gegen Vorratsdatenspeicherung haben sich erledigt / Foto: © AFP/Archiv

Das Bundesverfassungsgericht hat drei Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen, die sich gegen die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland wandten. Aus ihnen gehe nicht hervor, dass nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) noch eine Entscheidung aus Karlsruhe notwendig sei, erklärte das Gericht am Donnerstag. Der EuGH hatte im September die bisherige deutsche Regelung gekippt. (Az. 1 BvR 141/16 u.a.)

Textgröße ändern:

Die Vorschriften von 2015 seien nicht mit dem EU-Recht vereinbar, entschieden die europäischen Richterinnen und Richter damals. Sie wurden ohnehin schon seit 2017 nicht mehr angewandt. Die Bundesregierung diskutiert seit längerer zeit über eine rechtssichere Nachfolgeregelung. Nun erklärte das Bundesverfassungsgericht die vor etwa sieben Jahren eingereichten Verfassungsbeschwerden gegen die Regelung von 2015 für unzulässig.

Bei einer entscheidenden Veränderung der Lage sollten Beschwerdeführende ihre Begründung, sofern notwendig, nachträglich ergänzen. Dies sei nach dem EuGH-Urteil nicht passiert, teilte das Gericht mit. Grundsätzlich gebe es kein Bedürfnis dafür, eine nationale Regelung überprüfen zu lassen, wenn diese ohnehin dem EU-Recht widerspreche und nicht angewandt werden dürfe. Unter anderem die Initiative Digitalcourage hatte sich an das Bundesverfassungsgericht gewandt.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Trump bestreitet Waffenangebot an China

US-Präsident Donald Trump hat bestritten, dem chinesischen Staatschef Xi Jinping den Verkauf von US-Waffen angeboten zu haben. Trump wies am Montag Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück. Er habe mit Xi nicht über Rüstungsgeschäfte gesprochen, sagte der Präsident.

Putin ordnet weitere Aufstockung der russischen Armee an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Dekret unterzeichnet, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. "Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige", hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.

USA: Keine Pläne für Waffenverkauf an China

Die USA halten nach Angaben aus Washington an ihrem langjährigen Waffenembargo gegen China fest. "Die US-Regierung hat keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen", sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er wies damit Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück.

Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im normalerweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben eine Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag. Derweil wurde nach ukrainischen Angaben ein Grenzübergang zu Polen bei einem russischen Drohnenangriff beschädigt.

Textgröße ändern: