The National Times - Guterres drängt zum Abschluss von UN-Wasserkonferenz zu entschlossenem Handeln

Guterres drängt zum Abschluss von UN-Wasserkonferenz zu entschlossenem Handeln


Guterres drängt zum Abschluss von UN-Wasserkonferenz zu entschlossenem Handeln
Guterres drängt zum Abschluss von UN-Wasserkonferenz zu entschlossenem Handeln / Foto: © AFP

Zum Abschluss der UN-Wasserkonferenz hat UN-Generalsekretär António Guterres die internationale Gemeinschaft aufgerufen, durch den besseren Umgang mit den weltweiten Wasserressourcen Konflikten und Armut vorzubeugen. Wasser sei "das kostbarste gemeinsame Gut" und müsse folglich "im Mittelpunkt der globalen politischen Agenda" stehen, sagte Guterres am Freitag in New York. Die Weltgemeinschaft müsse bei der Verteilung von Wasser einen "wissenschaftsbasierten" Ansatz verfolgen.

Textgröße ändern:

Die internationale Gemeinschaft ist bei der Umsetzung ihrer Wasser-Ziele nicht auf Kurs. Zu den Zielvorgaben gehört etwa, bis 2030 allen Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen zu gewährleisten. "Jetzt ist die Zeit zu handeln", mahnte Guterres.

An der dreitägigen Konferenz in New York nahmen etwa 10.000 Vertreter von Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft teil. Die Teilnehmer sagten unter anderem den Bau von Toiletten und Regenerierungsmaßnahmen für ausgetrocknete Flüsse und Feuchtgebiete zu.

Finanzzusagen gebe es allerdings für weniger als ein Drittel dieser Zielsetzungen, erklärte Charles Iceland von der Denkfabrik World Resources Institute. Dennoch seien diese "freiwilligen Verpflichtungen ein guter Start". Iceland hob im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP insbesondere ein Projekt unter deutscher Führung hervor, das die Wasservorkommen im Niger-Becken sichern soll, auf die neun afrikanische Länder zurückgreifen.

Stuart Orr von der Umweltorganisation WWF pflichtete bei, auch wenn "nicht alles rosig" sei, seien "viele Zusagen, die diese Woche gemacht wurden, sehr gut". Offenbar setze sich langsam die Einsicht durch, dass das Problem der Wasserversorgung künftig "nur noch schlimmer" werde.

Um dem Thema mehr Gewicht zu verleihen, haben die Konferenzteilnehmer Guterres aufgefordert, einen UN-Sondergesandten für Wasser zu ernennen. Der UN-Generalsekretär sicherte zu, den Vorschlag zu prüfen.

Im Jahr 2020 hatten nach UN-Angaben zwei Milliarden Menschen weltweit keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, 3,6 Milliarden Menschen mangelte es an ordentlichen sanitären Anlagen. Unter solchen Lebensbedingungen breiten sich Krankheiten wie Cholera, Ruhr und Polio leicht aus. Der Klimawandel sorgt für eine weitere Verschärfung der vielerorts herrschenden Wasserknappheit.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Putin ordnet weitere Aufstockung der russischen Armee an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Dekret unterzeichnet, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. "Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige", hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.

USA: Keine Pläne für Waffenverkauf an China

Die USA halten nach Angaben aus Washington an ihrem langjährigen Waffenembargo gegen China fest. "Die US-Regierung hat keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen", sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er wies damit Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück.

Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im normalerweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben eine Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag. Derweil wurde nach ukrainischen Angaben ein Grenzübergang zu Polen bei einem russischen Drohnenangriff beschädigt.

Nato-Kommandeur: Russlands Sabotage "immer dreister" - funktioniert aber nicht

Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagte Grynkewich am Montag vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen.

Textgröße ändern: