The National Times - Studentin darf wegen Austauschs in Chat während Klausur exmatrikuliert werden

Studentin darf wegen Austauschs in Chat während Klausur exmatrikuliert werden


Studentin darf wegen Austauschs in Chat während Klausur exmatrikuliert werden
Studentin darf wegen Austauschs in Chat während Klausur exmatrikuliert werden / Foto: © AFP/Archiv

Wer sich während einer Onlineklausur über eine Messenger-Chatgruppe intensiv mit anderen Studierenden austauscht, kann dafür wegen schwerwiegender Täuschung exmatrikuliert werden. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht nach Angaben vom Freitag.

Textgröße ändern:

Die Studentin im Bachelorstudiengang für öffentliche Verwaltung hatte den Angaben zufolge im Juli 2021 eine dreistündige Onlineklausur geschrieben. Nach der Korrektur der Prüfung wurden dem Dozenten Screenshots eines Chatverlaufs zugespielt, in dem sich zahlreiche Prüfungsteilnehmer – darunter die Frau – zu Themen der Klausur während ihrer Bearbeitung austauschten.

Die Hochschule leitete anschließend gegen Mitglieder der Chatgruppe ein Prüfungsverfahren wegen des Verdachts der Täuschung ein. Die Studentin wurde wegen der besonderen Schwere der Täuschung exmatrikuliert, wogegen sie vor dem Verwaltungsgericht klagte - jedoch ohne Erfolg.

Das Gericht wies ihre Klage bereits Anfang Februar ab. Die Prüfungsordnung sehe die Exmatrikulation vor, wenn ein Prüfungsausschuss die besondere Schwere einer Täuschung feststelle. Dies sei hier geschehen und deshalb der Ausschluss nicht zu beanstanden, begründete die Kammer ihre Entscheidung.

Die Studentin habe sich in der Chatgruppe mit zahlreichen Kommilitonen über die gesamte Bearbeitungszeit der Prüfung ausgetauscht, unter anderem Antworten auf Fragen mitgelesen, Fragen gestellt und selbst Stellung bezogen. Es komme nicht darauf an, ob die Stellungnahmen und Antworten tatsächlich bei der Klausurbearbeitung halfen und ob sie inhaltlich stimmten, erklärte das Gericht weiter.

Da es bei Onlineprüfungen zu einer Vielzahl von Täuschungen komme, dürfe die Hochschule die Exmatrikulation zudem als allgemein abschreckende Wirkung berücksichtigen. Das Urteil ist rechtskräftig.

A.M.Owen--TNT

Empfohlen

USA: Keine Pläne für Waffenverkauf an China

Die USA halten nach Angaben aus Washington an ihrem langjährigen Waffenembargo gegen China fest. "Die US-Regierung hat keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen", sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er wies damit Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück.

Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im normalerweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben eine Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag. Derweil wurde nach ukrainischen Angaben ein Grenzübergang zu Polen bei einem russischen Drohnenangriff beschädigt.

Nato-Kommandeur: Russlands Sabotage "immer dreister" - funktioniert aber nicht

Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagte Grynkewich am Montag vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen.

Großbritannien legt neues Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen auf

Großbritannien will mit einem neu aufgelegten Programm hunderte Flüchtlinge aufnehmen. "Wir werden schutzbedürftige Flüchtlinge aus aller Welt aufnehmen und ihnen die Chance auf ein neues und besseres Leben hier in Großbritannien geben", sagte Innenministerin Shabana Mahmood am Montag beim jährlichen Parteitag der regierenden Labour-Partei in Liverpool. Etwa ein Viertel der Flüchtlinge sollen Frauen und Mädchen aus Afghanistan sowie Palästinenser sein.

Textgröße ändern: