The National Times - Japans Regierungschef äußert bei Besuch in Butscha seine Empörung

Japans Regierungschef äußert bei Besuch in Butscha seine Empörung


Japans Regierungschef äußert bei Besuch in Butscha seine Empörung
Japans Regierungschef äußert bei Besuch in Butscha seine Empörung / Foto: © AFP

Der japanische Regierungschef Fumio Kishida hat bei einem Besuch in der ukrainischen Stadt Butscha angesichts der dort an Zivilisten verübten Gräueltaten seine Empörung geäußert. Während er in Butscha Zeuge "all der Brutalitäten" sei, die dort begangen wurden, empfinde er "ein starkes Gefühl der Empörung", sagte Kishida am Dienstag. "Die ganze Welt ist schockiert", fügte der Ministerpräsident hinzu.

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Kishida reiste am frühen Nachmittag nach seiner Ankunft in Kiew mit dem Zug nach Butscha. Im Anschluss war ein Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj geplant, wie AFP-Journalisten vor Ort berichteten. Der Ort Butscha nahe Kiew war zu Beginn des Krieges nach ukrainischen Angaben Schauplatz massiver russischer Kriegsverbrechen. Moskau streitet die Gräueltaten ab und sagt, diese seien inszeniert worden.

Nach Angaben der stellvertretenden ukrainischen Außenministerin Emine Dschaparowa besuchte Kishida in Kiew ein Denkmal für die im Krieg gegen Russland gefallenen Soldaten. Der "historische Besuch" Kishidas in der Ukraine sei ein "Zeichen der starken Solidarität und Kooperation zwischen der Ukraine und Japan", erklärte Dschaparowa nach Kishidas Ankunft in Kiew im Onlinedienst Twitter. "Wir sind Japan dankbar für seine starke Unterstützung und seinen Beitrag zu unserem zukünftigen Sieg", fügte sie hinzu und veröffentlichte Fotos von Kishida auf einem Bahnsteig in Kiew.

Kishida ist der letzte Regierungschef der G7-Staaten, der die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges besucht - und zugleich der erste japanische Regierungschef in einem Kriegsgebiet seit dem Zweiten Weltkrieg.

Japan hat sich den westlichen Sanktionen gegen Russland angeschlossen und unterstützt Kiew mit Ausrüstung zur Verteidigung gegen Russland. Während Kishidas Besuch in der Ukraine hielt sich der chinesische Präsident Xi Jinping zu einem Staatsbesuch in Russland auf.

P.Johnston--TNT

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