The National Times - Wagner-Truppen laut Prigoschin nahe Zentrum von Bachmut

Wagner-Truppen laut Prigoschin nahe Zentrum von Bachmut


Wagner-Truppen laut Prigoschin nahe Zentrum von Bachmut
Wagner-Truppen laut Prigoschin nahe Zentrum von Bachmut / Foto: © AFP

Die Truppen der russischen Söldnertruppe Wagner befinden sich nach Angaben ihres Chefs nahe des Zentrums der heftig umkämpften ostukrainischen Stadt Bachmut. Das erklärte Wagner-Anführer Jewgeni Prigoschin in einem am Samstag veröffentlichten Video, das ihn in der Stadt zeigen soll. Die ukrainischen Behörden meldeten derweil mindestens drei Tote bei einem russischen Angriff auf die Stadt Cherson, der pro-russische Bürgermeister von Donezk meldete zwei Tote.

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"Dies ist das Gebäude der Stadtverwaltung, das ist das Zentrum der Stadt", sagte Prigoschin in dem im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Video, während er vom Dach eines angeblich in Bachmut stehenden Hauses auf ein Gebäude zeigt. "Das ist einen Kilometer und 200 Meter entfernt. Das ist das Gebiet wo Kämpfe stattfinden", führt Prigoschin aus. Die Aussagen konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden.

Das Wichtigste sei nun, Munition zu bekommen und "voranzukommen", sagte Prigoschin. Der Wagner-Chef wirft der russischen Armeeführung seit Wochen vor, seine Kämpfer nicht ausreichend mit Munition zu versorgen. In seinem Video griff er erneut den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu und den Generalstabschef Waleri Gerassimow an und bezeichnete sie ironisch als "außergewöhnliche Militärbefehlshaber".

"Ich unterstütze alle ihre Initiativen voll und ganz", sagte Prigoschin, der die Armeestrategie immer wieder kritisiert hatte. Der sowjetische Marschall Georgi Schukow und der frühere russische General Alexander Suworow hätten von ihnen "viel lernen können".

Die Wagner-Söldner spielen in dem schon seit Monaten dauernden Kampf um Bachmut eine zentrale Rolle. In dieser Woche hatte die Söldnertruppe erklärt, den Ostteil von Bachmut eingenommen zu haben.

Das britische Verteidigungsministerium teilte am Samstag mit, die Wagner-Gruppe habe in den vergangenen vier Tagen den "größten Teil des Ostens" von Bachmut unter ihre Kontrolle gebracht. Dem Ministerium zufolge kontrollieren die ukrainischen Streitkräfte den Westen der Stadt und haben wichtige Brücken über einen Fluss zerstört, der durch die Stadt fließt.

Der Kommandeur der ukrainischen Bodentruppen, Oleksandr Syrskyj, erklärte, der Kampf um Bachmut trage dazu bei, Zeit für die Vorbereitung einer Gegenoffensive gegen die russische Armee zu gewinnen. Einige Fachleute hatten zuvor den Sinn weiterer Kämpfe um die Stadt infrage gestellt. Beobachter zweifeln zwar an der strategischen Bedeutung von Bachmut; die Schlacht um die Stadt hat für beide Seiten mittlerweile jedoch einen symbolischen Wert erlangt.

In der südukrainischen Stadt Cherson wurden derweil nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens drei Menschen bei einem russischen Angriff getötet, zwei weitere wurden demnach verletzt. Die ukrainische Armee hatte die Hauptstadt der gleichnamigen südukrainischen Region im November zurückerobert, nachdem diese monatelang von der russischen Armee besetzt gewesen war. Seit der Rückeroberung der Stadt gerät die Region Cherson, die teils von Moskau kontrolliert wird, regelmäßig unter russischen Beschuss.

Der separatistische Bürgermeister von Donezk im Osten der Ukraine erklärte derweil, durch ukrainischen Beschuss seien zwei Menschen getötet, darunter ein Kind.

P.Sinclair--TNT

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