The National Times - Beunruhigung nach erneutem Test von Interkontinentalrakete durch Nordkorea

Beunruhigung nach erneutem Test von Interkontinentalrakete durch Nordkorea


Beunruhigung nach erneutem Test von Interkontinentalrakete durch Nordkorea
Beunruhigung nach erneutem Test von Interkontinentalrakete durch Nordkorea / Foto: © KCNA VIA KNS/AFP

Mit dem erneuten Test einer Interkontinentalrakete hat Nordkorea international Besorgnis ausgelöst. Der Test der Rakete vom Typ Hwasong-15 zeige Pjöngjangs Fähigkeit zu einem "tödlichen atomaren Gegenangriff", meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Japan, die USA, die EU und die G7-Staaten verurteilten den Test, den Militärexperten als Demonstration für Nordkoreas Kampfbereitschaft sehen.

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Als Reaktion auf den ersten nordkoreanischen Waffentest in diesem Jahr hielten die USA und Südkorea am Sonntag gemeinsame Manöver der Luftwaffe ab, bei denen nach Angaben aus Seoul auch strategische Bomber und ein Tarnkappenflugzeug eingesetzt wurden.

Die Rakete war nach Angaben des südkoreanischen Militärs am Samstag vom Flughafen Pjöngjang aus gestartet worden und hätte mit einer Reichweite von rund 14.000 Kilometern theoretisch das Festland der USA erreichen können. Sie stürzte nach Angaben der japanischen Regierung nach 66 Minuten Flugdauer schließlich im Gebiet der japanischen ausschließlichen Wirtschaftszone westlich der Insel Hokkaido ins Meer.

Der Test der Rakete vom Samstag fand nur wenige Tage vor dem geplanten Beginn gemeinsamer Militär-Planspiele Südkoreas und der USA statt. Am Freitag hatte Nordkorea mit einer "beispiellosen" Reaktion auf die geplante Übung gedroht, bei der die USA und Südkorea eigenen Angaben zufolge ihre Reaktion auf einen Atomwaffeneinsatz durch Pjöngjang durchspielen wollen.

Die Gruppe der wichtigen Industriestaaten (G7) verurteilte den Test in einer gemeinsamen Erklärung als "unverhohlene Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats". Er bedrohe den regionalen und internationalen Frieden und die Sicherheit, erklärte der japanische Vorsitz der Gruppe. Das "rücksichtslose Verhalten" Nordkoreas verlange eine geschlossene Antwort der internationalen Gemeinschaft, darunter weitere deutliche Maßnahmen des UN-Sicherheitsrats.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach von einem "gefährlichen und leichtsinnigen" Vorgehen, das eine "angemessene Antwort" der UNO erfordere. Die US-Regierung erklärte, sie werde "alle notwendigen Maßnahmen" ergreifen, um sich selbst sowie die Verbündeten Südkorea und Japan zu schützen.

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, der Waffentest sei "plötzlich und ohne vorherige Bekanntgabe organisiert" worden und ein "klarer Beweis" für Nordkoreas "Fähigkeit zu einem tödlichen nuklearen Gegenangriff auf die feindlichen Kräfte".

Nach Einschätzung von Militärexperten zeigt der Test, dass Nordkorea bereit ist, auch tagesaktuell mit Raketenstarts zu reagieren. Er deute darauf hin, dass die Waffen des Landes kampfbereit sind und "jederzeit abgefeuert werden können", sagte Park Won Gon von der Universität Ewha.

Die mächtige Schwester von Nordkoreas Staatschef Kim Jon Un, Kim Yo Jong, sagte laut KCNA am Sonntag, die Militärübungen von Seoul und Washington gefährdeten "die Situation in jedem Moment mehr und zerstören die Stabilität in der Region". Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA zitiert sie mit den Worten: "Ich warne, dass wir jede Bewegung des Feindes beobachten und sehr starke und überwältigende Gegenaktionen gegen jede feindliche Bewegung uns gegenüber ergreifen", betonte Kim Yo Jong.

Nordkoreas Machthaber hatte im November angekündigt, sein Land zur "stärksten Atommacht der Welt" zu machen. Im vergangenen Jahr hatte Nordkorea eine nie dagewesene Zahl an Waffentests vorgenommen, darunter der Start seiner bisher am weitesten entwickelten Interkontinentalrakete im November.

T.Cunningham--TNT

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