The National Times - US-Senatorin Feinstein kündigt mit 89 Jahren Rückzug aus der Politik an

US-Senatorin Feinstein kündigt mit 89 Jahren Rückzug aus der Politik an


US-Senatorin Feinstein kündigt mit 89 Jahren Rückzug aus der Politik an
US-Senatorin Feinstein kündigt mit 89 Jahren Rückzug aus der Politik an / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Seit mehr als 30 Jahren gehört Dianne Feinstein dem US-Senat an - nun hat die 89-Jährige ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Sie werde sich 2024 nicht wieder zur Wahl stellen, erklärte die Demokratin, die zu den bekanntesten Politikern des Landes gehört, am Dienstag (Ortszeit). Bis zum Ende ihres jetzigen Mandats wolle sie aber weiterhin "so gut wie ich kann" den Bundesstaat Kalifornien vertreten, für den sie im Senat sitzt.

Textgröße ändern:

Feinstein war 1992 erstmals in den Senat gewählt worden, sie genießt über die Parteigrenzen hinweg große Anerkennung. Im Senat war sie federführend bei hunderten Gesetzesentwürfen und hatte jahrelang den Vorsitz im mächtigen Geheimdienstausschuss inne.

"Selbst mit einem gespaltenen Kongress können wir immer noch Gesetze verabschieden, die das Leben verbessern", sagte sie nun. Probleme zu lösen sei das, was sie in den vergangenen 30 Jahren getan habe. "Und das ist es, was ich in den nächsten zwei Jahren zu tun gedenke."

Zu Feinsteins Erfolgen zählen beispielsweise das Verbot von Sturmgewehren im Jahr 1994 und die Erstellung eines 6700 Seiten umfassenden Berichts über das geheime CIA-Folterprogramm während des "Kriegs gegen den Terror".

Zuletzt hatte es Berichte über Gesundheitsprobleme und über ein Nachlassen ihrer geistigen Kräfte gegeben. Sollte Feinstein wie angekündigt bis zum Ende des jetzigen Mandats Ende kommenden Jahres im Senat bleiben, wäre sie bei ihrem Abschied aus dem Oberhaus des US-Kongresses 91 Jahre alt.

Eines der Hauptanliegen Feinsteins ist der Kampf gegen die laxen Waffengesetze in den USA. Vor ihrer Wahl in den Senat war sie unter anderem 1978 Bürgermeisterin von San Francisco geworden, nachdem ihr Vorgänger George Moscone und der Schwulenrechtsaktivist Harvey Milk im Rathaus erschossen worden waren.

Feinsteins Arbeit habe das Leben von Millionen Amerikanern beeinflusst, sagte nun der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer. "Dianne Feinstein war und bleibt eine kalifornische und amerikanische Institution."

T.Bailey--TNT

Empfohlen

CDU-Generalsekretärin Hoppermann warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linker in Berlin

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann Grüne und SPD in scharfer Form vor einer Koalition mit der Linken gewarnt - und diese zu einem Bündnis mit ihrer Partei aufgefordert. "Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen", sagte Hoppermann der "Rheinische Post" vom Montag. Die Berliner Linke sei radikal und antisemitisch.

Serbiens Präsident Vucic tritt zurück: Weg frei für Kandidatur als Regierungschef

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic ist zurückgetreten - und widmet sich nun seiner Kandidatur für das Amt des Regierungschef bei der Wahl Ende Oktober. Im Präsidentenpalast in Belgrad unterzeichnete Vucic am Sonntag vor Journalisten seine Rücktrittsurkunde. "Morgen früh werde ich meine Amtsgeschäfte an die Parlamentspräsidentin übergeben", kündigte der konservativ-nationalistische Politiker an. Vor dem Palast versammelte Anhänger skandierten Vucic' Namen.

Senatswahlen in Frankreich: Rechtspopulisten gewinnen Sitze hinzu

Bei Teilwahlen zum französischen Senat hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) einen Erfolg erzielt. Bei den Abstimmungen am Sonntag eroberte sie neun neue Mandate. Zusammen mit seiner Partnerpartei UDR wird der RN künftig 14 Senatoren stellen und damit erstmals eine Fraktion im Oberhaus bilden können.

Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er.

Textgröße ändern: