The National Times - Französisch-iranische Forscherin Fariba Adelkhah aus Gefängnis im Iran entlassen

Französisch-iranische Forscherin Fariba Adelkhah aus Gefängnis im Iran entlassen


Französisch-iranische Forscherin Fariba Adelkhah aus Gefängnis im Iran entlassen
Französisch-iranische Forscherin Fariba Adelkhah aus Gefängnis im Iran entlassen / Foto: © AFP

Die Behörden im Iran haben am Freitag die französisch-iranische Forscherin Fariba Adelkhah aus dem Gefängnis entlassen. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem persönlichen Umfeld Adelkhahs erfuhr, wurde die 62-Jährige aus dem berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran freigelassen. Demnach war zunächst unklar, ob die Wissenschaftlerin ihr Haus verlassen und nach Frankreich zurückkehren dürfe. "Sie ist frei, aber wir wissen nichts über ihren Status", sagte ein Angehöriger.

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Die Spezialistin für den schiitischen Islam und Forschungsleiterin an der Pariser Universität Sciences Po war im Juni 2019 zusammen mit ihrem französischen Kollegen und Partner Roland Marchal verhaftet worden. Marchal wurde im März 2020 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen. Adelkhah wurde hingegen im Mai 2020 wegen "Verschwörung gegen die nationale Sicherheit" zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Im Oktober 2020 durfte sie das Gefängnis mit einer elektronischen Fußfessel verlassen und stand seitdem unter Hausarrest.

Im Januar berichteten ihre Unterstützer dann von einer erneuten Inhaftierung Adelkhahs, über die sich auch das französische Außenministerium "erstaunt" zeigte. Paris forderte ihre sofortige Freilassung und erklärte: "Die Entscheidung kann sich nur negativ auf die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Iran auswirken und das Vertrauen zwischen unseren beiden Ländern schwächen."

Zuletzt hatte Adelkhah zusammen mit anderen im Ewin-Gefängnis inhaftierten Frauen in einer gemeinsamen Stellungnahme die Verhängung der Todesstrafe gegen Teilnehmer der Proteste in dem Land verurteilt. Sie selbst seien "aufgrund ungerechter und intransparenter Verfahren zu insgesamt 124 Jahren Gefängnis verurteilt" worden, schrieben die Frauen in dem Ende Januar verfassten Text.

Auslöser der regierungskritischen Proteste im Iran war der Tod der 22-jährigen Kurdin Mahsa Amini am 16. September nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die strikte islamische Kleiderordnung.

Seitdem haben die Behörden Tausende Menschen festgenommen. Zu den noch inhaftierten Frauen gehören die preisgekrönte Menschenrechtlerin Narges Mohammadi und die Journalistinnen Nilufar Hamedi und Elaheh Mohammadi, die zur Aufdeckung des Falls Amini beigetragen hatten.

A.Parker--TNT

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