The National Times - Hilfsorganisationen fordern Ende russischer Angriffe auf zivile Infrastruktur

Hilfsorganisationen fordern Ende russischer Angriffe auf zivile Infrastruktur


Hilfsorganisationen fordern Ende russischer Angriffe auf zivile Infrastruktur
Hilfsorganisationen fordern Ende russischer Angriffe auf zivile Infrastruktur / Foto: © AFP/Archiv

Deutsche Hilfsorganisationen haben ein Ende der russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine gefordert. "Die Angriffe müssen dringend aufhören, damit die Unterkünfte der Menschen repariert werden können", sagte der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Diakonie und Brot für die Welt. Darin zogen sie eine Bilanz der bisherigen humanitären Hilfe in der Ukraine.

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"Die Solidarität und Spendenbereitschaft in Deutschland haben Hilfsmaßnahmen ermöglicht, die vom Umfang und Tempo historisch sind", sagte die Präsidentin von Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt, Dagmar Pruin. "Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Wir alle brauchen einen langen Atem", fügte sie hinzu. Pruin rief auch zu diplomatischen Anstrengungen für ein Ende des Krieges auf.

Die Diakonie hat demnach seit Kriegsbeginn Spenden in Höhe von knapp 68 Millionen Euro für die Ukraine-Nothilfe erhalten. Zwei Drittel davon seien bis Ende Januar in insgesamt zwölf Ländern ausgegeben worden. Betroffene des Krieges hätten unter anderem Geldleistungen und Gutscheine, psychosoziale Unterstützung oder Hilfsgüter wie Nahrungsmittel oder Hygieneartikel erhalten. Hilfreich seien dabei schon vor dem Krieg gepflegte Kontakte zu Partnerorganisationen gewesen.

Keßler berichtete von der Arbeit der Diakonie im nordostukrainischen Sumy, wo die Organisation unter anderem Wärmestuben unterstütze. Der Schutz vor Kälte sei für viele Menschen dort derzeit das dringlichste Problem. "Die stetigen Angriffe auf zivile Infrastruktur unterbrechen die Strom-, Wasser und Wärmeversorgung von Millionen Menschen", kritisierte Keßler die russische Kriegsführung zu Lasten der Zivilbevölkerung.

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, dankte vielen engagierten Menschen in Deutschland, für ihre Unterstützung. "Die Aufnahme, Versorgung und Unterbringung von rund einer Million Geflüchteter war ein enormer Kraftakt, der gelungen ist", sagte er. Lilie warnte aber auch, dass das Ehrenamt vielerorts an seine Kapazitätsgrenzen stoße. Die Hilfe müsse daher weiter professionalisiert und die Integration der Geflüchteten beschleunigt werden.

Lewis--TNT

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