The National Times - Högl fordert Diskussion über mögliche neue Form von Wehrpflicht - FDP skeptisch

Högl fordert Diskussion über mögliche neue Form von Wehrpflicht - FDP skeptisch


Högl fordert Diskussion über mögliche neue Form von Wehrpflicht - FDP skeptisch
Högl fordert Diskussion über mögliche neue Form von Wehrpflicht - FDP skeptisch / Foto: © AFP/Archiv

Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), wünscht sich eine gesellschaftspolitische Diskussion über die mögliche Einführung einer neuen Art der Wehrpflicht. "Wir müssen die Debatte jetzt beginnen", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch. Es gehe dabei auch um die Frage, "wie viel Zwang, wie viel Freiwilligkeit nötig ist". FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai warnte hingegen vor "Pseudo-Debatten" und betonte: "Die Wehrpflicht ist Geschichte."

Textgröße ändern:

Ausgelöst hatte die jüngste Debatte um die Wehrpflicht der neue Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Er bezeichnete Ende Januar in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 als "Fehler". Pistorius argumentierte, die Wehrpflicht sei unter anderem wichtig gewesen, um in der Gesellschaft einen stärkeren Bezug zur Bundeswehr zu haben.

Högl zeigte sich erfreut, dass wieder über die Wehrpflicht diskutiert wird. Es müsse langfristig aber um neue Formen gehen. "Ich will nicht zur alten Wehrpflicht zurück", betonte Högl. "Es würde Jahre dauern, bis man überhaupt Konzepte hat, bis die Infrastruktur und Ausbildungskapazitäten aufgebaut wären", gab sie zu bedenken. Klar sei jedenfalls: "Wir brauchen auf jeden Fall mehr Personal bei der Bundeswehr."

FDP-Generalsekretär Djir-Sarai bekräftigte die ablehnende Haltung seiner Partei zu einer erneuten Wehrpflicht. "Wir stärken die Bundeswehr nicht mit Pseudo-Debatten über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Wehrpflicht ist Geschichte", sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Donnerstagsausgaben).

"Wir müssen jetzt nach vorne schauen und eine Diskussion über eine neue Konzeption der erweiterten Reserve führen, damit die Truppe mit erfahrenen und hochspezialisierten Kräften nach Bedarf verstärkt werden kann", sagte Djir-Sarai weiter. "Deshalb sollten wir über eine Erhöhung der Stellen für Reservisten nachdenken." Auch müsse die Erfassung und Verwendung der Reserve besser organisiert werden.

W.Phillips--TNT

Empfohlen

Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er.

Stichwahlen in Niedersachsen: Hannovers Oberbürgermeister Onay in Amt bestätigt

Der Grünen-Politiker Belit Onay bleibt für weitere acht Jahre Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Er setzte sich am Sonntag in einer Stichwahl mit 61,5 Prozent der Stimmen klar gegen den SPD-Bewerber Axel von der Ohe durch, der nach Angaben der Stadt auf 38,5 Prozent kam.

Trump erwartet Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran in nächsten Tagen

US-Präsident Donald Trump erwartet eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Krieges für die nächsten Tage. Er sagte dem US-Nachrichtenportal "Axios" am Sonntag in einem Telefoninterview, dass er für die kommende Woche mit den Gesprächen rechne. "Sie wollen einen Deal machen, aber es ist nicht der Deal, den ich machen will", sagte er.

Serbischer Präsident Vucic erklärt seinen Rücktritt

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat seinen Rücktritt erklärt und damit den Weg für seine Kandidatur als Regierungschef bei den vorgezogenen Neuwahlen am 25. Oktober freigemacht. "Ich trete als Präsident zurück", sagte Vucic am Sonntag vor Anhängern am Präsidentenpalast in Belgrad. "Morgen früh werde ich meine Amtsgeschäfte an den Parlamentspräsidenten übergeben", kündigte er an.

Textgröße ändern: