The National Times - Erster Kühlturm an stillgelegtem Atomkraftwerk Biblis kontrolliert eingestürzt

Erster Kühlturm an stillgelegtem Atomkraftwerk Biblis kontrolliert eingestürzt


Erster Kühlturm an stillgelegtem Atomkraftwerk Biblis kontrolliert eingestürzt
Erster Kühlturm an stillgelegtem Atomkraftwerk Biblis kontrolliert eingestürzt / Foto: © AFP/Archiv

Der erste Kühlturm des seit Jahren stillgelegten Atomkraftwerks Biblis in Hessen ist am Donnerstag wie geplant kontrolliert eingestürzt. Ein ferngesteuerter Bagger destabilisierte die Betonstruktur an dem 80 Meter hohen Turm so lange, bis er um 11.29 Uhr in sich zusammen fiel. Eine dichte Staubwolke zog über das Gelände in Südhessen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben des Betreibers RWE Risse in den Beton eingebaut worden. Der Turm stand auf sechs Pfeilern.

Textgröße ändern:

Seit März 2011 ist das Atomkraftwerk stillgelegt. Es gehörte zu jenen Anlagen, die im Zuge des Atommoratoriums wenige Tage nach dem Tsunami und der darauf folgenden Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan abgeschaltet wurden. Bereits zuvor hatte das Kraftwerk wegen zahlreicher Störfälle in der Kritik gestanden.

Seit 2017 läuft der Rückbau, 15 Jahre sind dafür insgesamt veranschlagt. Die letzten Brennstäbe wurden 2019 aus dem Kraftwerk entfernt und in ein Zwischenlager nahe der Anlage gebracht.

Der zweite Turm von Block A soll nach RWE-Angaben noch im Februar ebenfalls fallen. Mit einem Abbruch der beiden Türme in Block B wird für 2024 gerechnet.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

CDU-Außenpolitiker kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat das Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in New York scharf kritisiert. "Ich sehe das Treffen sehr kritisch. Im Nachhinein wäre ein Telefonat klüger gewesen. Denn das Ergebnis bleibt das Gleiche", sagte Kiesewetter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ", Montagsausgabe). Den Glauben, dass sich mit Russland verhandeln lasse, habe Lawrow "wie immer lächerlich gemacht".

Großbritannien: Fünf Festnahmen wegen Verdachts auf Vorbereitung einer "Terrortat"

Nach einem ernsten Vorfall in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes im Südwesten Englands hat die Polizei fünf Männer wegen des Verdachts der Vorbereitung einer "Terrortat" festgenommen. Die Anti-Terror-Polizei leite die Ermittlungen zu dem Vorfall an der Royal Air Force-Basis Fairford, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatte sie angegeben, mehrere Männer seien wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden.

JU-Chef Winkel will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen

Der Vorsitzende der Jungen Union und neue Vizechef der Unionsfraktion, Johannes Winkel (CDU), will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen. Winkel forderte im "Ronzheimer"-Podcast von Paul Ronzheimer, den Sozialstaat massiv zu reformieren. Dabei solle bei der Höhe der Sozialleistungen entscheidend sein, ob jemand bereits ins System eingezahlt habe oder nicht. Besonders betroffen wären demnach Migranten.

Erste Begegnung seit Kriegsbeginn: Wadephul trifft russischen Außenminister Lawrow

Erstmals seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vor viereinhalb Jahren haben sich die Außenminister aus Deutschland und Russland getroffen - eine Annäherung gab es aber nicht. Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in New York seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) der ARD. Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine wurden am Wochenende mehr als 20 Menschen getötet.

Textgröße ändern: