The National Times - Terrorverdächtige Iraner sollen Anschlag zu Silvester geplant haben

Terrorverdächtige Iraner sollen Anschlag zu Silvester geplant haben


Terrorverdächtige Iraner sollen Anschlag zu Silvester geplant haben
Terrorverdächtige Iraner sollen Anschlag zu Silvester geplant haben / Foto: © AFP/Archiv

Rund eine Woche nach der Festnahme von zwei Iranern in Castrop-Rauxel verdichten sich die Hinweise auf einen geplanten islamistischen Anschlag. Laut einem am Montag veröffentlichten schriftlichen Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums sollen die Verdächtigen einen Anschlag zu Silvester 2022 auf eine größere Menschenmenge geplant haben. Bei neuen Durchsuchungen in Wohnung und Garagen der Verdächtigen beschlagnahmten die Behörden weitere Beweismittel.

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Laut dem schriftlichen Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags in Düsseldorf erhielt das Bundeskriminalamt (BKA) vor der Festnahme der Iraner eine Warnung, dass ein in Deutschland ansässiger Nutzer des Onlinediensts Telegram einen "terroristischen Anschlag" plane. Dieser stehe im Auftrag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Es sei geplant, am Silvesterabend "eine größere Menschengruppe anzugreifen".

"Zu diesem Zweck plane der Nutzer die Beschaffung von Rizin oder Cymid zur Verwendung als Gift oder für die Herstellung eines weiteren gefährlichen Stoffs", hieß es laut Justizministerium weiter. Wegen Beschaffungsschwierigkeiten habe der Telegram-Nutzer über den Dienst geäußert, den Tatplan an Silvester nicht verwirklichen zu können. Er habe jedoch im Internet den "letzten notwendigen Grundstoff" - Eisenpulver - erworben und erwarte dessen Lieferung am 6. Januar.

Das Bundeskriminalamt (BKA) wurde demnach bereits am 30. Dezember 2022 vor dem Anschlag gewarnt. Am 6. Januar wurde dem BKA schließlich eine IP-Adresse zur Identifizierung des Verdächtigen mitgeteilt. Die Warnung war der Behörde laut dem Bericht durch "internationalen Nachrichtenaustausch" zugegangen.

In der Folge wurde der Durchsuchungsbeschluss gegen die zusammen lebenden Iraner erwirkt. Die Behörden durchsuchten daraufhin Wohnung und Garagen. Dabei konnten zunächst keine Giftstoffe entdeckt werden.

Am Montag beschlagnahmten Polizeibeamte weitere, nicht näher benannte Beweismittel bei einer neuen Durchsuchung von Wohnung und Garagen der Verdächtigen, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf mitteilte. Die Untersuchung dauerte zunächst an.

Grund für die neuen Durchsuchungen seien die besonderen Sicherungsvorkehrungen gewesen, die bei den vorangegangenen Durchsuchungen gegolten hätten, hieß es. Die neuen Durchsuchungen erfolgten demnach ohne besondere Sicherungsmaßnahmen.

Die beiden Iraner - ein 32-Jähriger und sein 25-jähriger Bruder - waren vor rund einer Woche festgenommen worden. Inzwischen sitzen sie in Untersuchungshaft. Konkret besteht der dringende Tatverdacht der Verabredung zu Mord. Die Ermittlungen dauerten an.

S.Mitchell--TNT

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