The National Times - FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge

FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge


FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge
FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge / Foto: © AFP/Archiv

In der Debatte um die Nachfolge der scheidenden Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mahnt die FDP zur Eile. "Eine Hängepartie wäre schlecht für Deutschland", sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Montag in Berlin. Die SPD hat das Vorschlagsrecht für den Posten - er sei sicher, dass die Partei "die Zeit jetzt sehr intensiv nutzen wird, um eine geeignete und passende Persönlichkeit vorzuschlagen", sagte Djir-Sarai.

Textgröße ändern:

Lambrecht hatte am Morgen mitgeteilt, dass sie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) um ihre Entlassung aus dem Amt gebeten habe. Aus Regierungskreisen hieß es kurze Zeit später, im Laufe des Tages werde es noch keine Entscheidung über die Nachbesetzung geben.

"Die Person, die diese Aufgabe übernimmt, muss in der Lage sein, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen und vor allem Lösungen zu entwickeln", sagte Djir-Sarai. Er betonte zugleich, für die FDP gehe es hier "nur um die Kompetenzfrage." Dagegen sei die Frage der paritätischen Besetzung des Kabinetts mit Männern und Frauen "nicht etwas, was für uns relevant ist".

Zu den Hausforderungen des Amtes zählte Djir-Sarai, dass die "Zeitenwende in der Sicherheitspolitik" mit Leben gefüllt werden müsse. Es herrsche Krieg in Europa, sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Außerdem sei die Bundeswehr "in den letzten Jahrzehnten" vernachlässigt worden. Die Person, die "geeignet ist, diese Herausforderung zu lösen, ist uns herzlich willkommen" und werde von der FDP voll unterstützt, versicherte Djir-Sarai.

Auch die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), forderte eine zügige Neubesetzung der Ministeriumsleitung. "Ich erwarte von der Sozialdemokratie nun schnellstmöglich die Benennung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers, die oder der gegenüber dem Ministerium durchsetzungsstark ist", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der nächste Minister oder die nächste Ministerin müsse jemand sein, der oder die "das Verteidigungsministerium nicht für andere politische Ambitionen missbraucht und vor allem Verständnis und Herz für die Soldatinnen und Soldaten mitbringt".

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Stichwahlen um kommunale Spitzenposten in Niedersachsen

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl in Niedersachsen finden am Sonntag (08.00 Uhr) Stichwahlen um Oberbürgermeisterposten und andere Spitzenämter statt. In der Landeshauptstadt Hannover tritt Grünen-Amtsinhaber Belit Onay gegen SPD-Kandidat Axel von der Ohe an. In der Stichwahl zum Präsidenten der Region Hannover treffen SPD-Bewerberin Eva Bender und CDU-Kandidat Oliver Junk aufeinander. Onay und Bender siegten in der ersten Runde jeweils klar, verpassten aber absolute Mehrheiten.

Papst Leo XIV. besucht Pilgerort Lourdes - Treffen mit Missbrauchsopfern

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise besucht Papst Leo XIV. am Sonntag den Pilgerort Lourdes. Dort wird er auch mit sieben Menschen zusammentreffen, die in ihrer Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester oder Lehrer an katholischen Schulen wurden (18.00 Uhr). Die katholische Kirche in Frankreich bemüht sich seit Jahren um die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, deren Zahl eine unabhängige Kommission seit 1950 auf 330.000 geschätzt hat.

Schweizer stimmen über Stärkung der Neutralität ab

Die Wähler in der Schweiz stimmen am Sonntag in einem Volksentscheid über den Vorschlag einer Initiative ab, die eine strengere Definition des Schweizer Neutralitätsgrundsatzes durchsetzen will. Zwar ist die Neutralität bereits in der Schweizer Verfassung verankert, die Initiative "Wahrung der Schweizer Neutralität" beklagt aber, dass Bern seinen Nichteinmischungsgrundsatz durch die Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland aufgeweicht habe.

Hessischer Ministerpräsident Rhein fordert Fortsetzung der "Stadtbild"-Debatte

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat nach den jüngsten Wahlerfolgen der AfD eine Fortsetzung der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angestoßenen "Stadtbild"-Debatte gefordert. "Da sind wir wieder bei einem Thema - und das ist das Stadtbild", sagte Rhein der "Bild am Sonntag". Die von Merz angestoßene Debatte sei "richtig" gewesen. "Doch, wir müssen es diskutieren und wir müssen dann am Ende auch Lehren daraus ziehen."

Textgröße ändern: