The National Times - CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen personell für Landtagswahl aufgestellt

CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen personell für Landtagswahl aufgestellt


CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen personell für Landtagswahl aufgestellt
CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen personell für Landtagswahl aufgestellt

Drei Monate vor der Landtagswahl haben sich die CDU und die SPD in Nordrhein-Westfalen personell aufgestellt und offiziell die heiße Wahlkampfphase eingeläutet. Die derzeit mit der FDP regierende CDU schickte am Samstag den amtierenden Ministerpräsidenten Hendrik Wüst mit überwältigender Mehrheit als Spitzenkandidat ins Rennen. Die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten wählten ihren Vorsitzenden Thomas Kutschaty auf den vordersten Platz der Landesliste.

Textgröße ändern:

Auf der CDU-Landesvertreterversammlung in der Grugahalle in Essen entfielen 99,1 Prozent der Stimmen auf Wüst. Von 235 Delegierten stimmten nur zwei nicht für ihren Landesvorsitzenden. Das sei wohl das beste Ergebnis für einen Spitzenkandidaten in der Landesgeschichte, sagte Generalsekretär Josef Hovenjürgen.

Wüst sprach von einem "super starken Ergebnis". "Das gibt nochmal zusätzlich Rückenwind für die nächsten Wochen und Monate", sagte der Spitzenkandidat. Zuvor hatte er eine kämpferische Bewerbungsrede gehalten. "Wenn wir einig sind, wenn wir an einem Strang ziehen, haben wir alle Chancen", sagte er darin. Die nordrhein-westfälische CDU habe ihren Rückstand in den Umfragen innerhalb von nur hundert Tagen aufgeholt.

"Heute ist jedem klar: Mit uns ist wieder zu rechnen und das ist gut so, denn es macht einen Unterschied, ob wir regieren", sagte Wüst. Dank der Regierungspolitik der CDU sei Nordrhein-Westfalen seit 2017 ein sichereres Land geworden. Die Null-Toleranz-Politik gegenüber jeder Art von Kriminalität habe sich ausgezahlt. Auf den Erfolgen ihrer Regierungsarbeit wolle die CDU in der kommenden Legislaturperiode aufbauen.

Auf den Listenplätzen zwei bis fünf folgen Bauministerin Ina Scharrenbach mit 94,3 Prozent, Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen mit 92,6 Prozent, Innenminister Herbert Reul mit 93,9 Prozent und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit 96,5 Prozent der Stimmen.

Zeitgleich mit der CDU stimmte auch die SPD auf einem digitalen Parteitag, der in Werne aufgezeichnet wurde, über ihre Landesliste und ihr Programm für die Landtagswahl ab. Für den SPD-Bundesvize Kutschaty stimmten rund 96,8 Prozent der Delegierten. "Das ist ein wunderbares Ergebnis, ein Traumergebnis", sagte der Spitzenkandidat nach der Wahl. Von 446 stimmberechtigten Genossen votierten 432 für ihren Landesvorsitzenden und neun gegen ihn. Fünf Delegierte enthielten sich.

In einer Grundsatzrede hatte der Spitzenkandidat zuvor seinen Anspruch auf einen Politikwechsel in Nordrhein-Westfalen untermauert. "Die Bilanz der Landesregierung kann in wenigen Worten zusammengefasst werden: Was sinken sollte, steigt, und was wachsen müsste, schrumpft", sagte er.

"Allen die mit dieser Landesregierung völlig zurecht unzufrieden sind, rufen wir zu: Wir werden diese schwarz-gelbe Landesregierung ablösen." Dem amtierenden Ministerpräsidenten warf Kutschaty gerade in der Bildungspolitik eine "Flucht vor der Verantwortung" vor. Mit ihm als Ministerpräsident werde Schulpolitik dagegen wieder zur Chefsache, kündigte er an.

In Nordrhein-Westfalen wird am 15. Mai ein neuer Landtag gewählt. Eine aktuelle Forsa-Umfrage sah die regierende CDU zuletzt vor der SPD. Im zweiten "NRW-Check" des Meinungsforschungsinstituts erreichten die Christdemokraten 29 Prozent Zustimmung, die SPD kamen auf 27 Prozent. Auch der amtierende Ministerpräsident schnitt darin deutlich besser ab als sein SPD-Herausforderer Kutschaty. Eine andere Umfrage Ende Januar sah CDU und SPD gleichauf.

A.Robinson--TNT

Empfohlen

Steinmeier fordert mehr bürgerschaftlichen Einsatz: "Unser Land braucht mehr Engagierte"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat von den Menschen in Deutschland mehr bürgerschaftlichen Einsatz eingefordert: "Unser Land braucht mehr Engagierte aus allen Lebenswelten, die mithelfen, den Zusammenhalt zu stärken und die Demokratie des Grundgesetzes zu schützen", schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Chiles Ex-Präsidentin Bachelet hofft auf Bereitschaft der Welt für Frau als UN-Generalsekretärin

Die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, die UN-Generalsekretärin werden will, hofft, dass die Welt bereit für eine Frau in dieser Position ist. "Wenn ich höflich sein soll, würde ich sagen, dass die Welt nicht bereit war. Ist sie jetzt bereit? Ich hoffe es", sagte Bachelet am Dienstag zu Reportern nach einer dreistündigen Anhörung vor den Mitgliedstaaten. "Es wäre ein sehr gutes Signal. Es könnte vielen Menschen Hoffnung geben", fuhr sie fort.

Trump: Waffenruhe mit dem Iran wird verlängert

US-Präsident Donald Trump verlängert die Waffenruhe mit dem Iran nach eigenen Angaben. Er werde die Feuerpause so lange verlängern, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlege, erklärte Trump am Dienstag kurz vor Ablauf des zweiwöchigen Waffenruheabkommens auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen.

Selenskyj dankt Merz für Deutschlands "starke Unterstützung" für die Ukraine

Vor einer EU-Abstimmung über ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Unterstützung gedankt. Im Onlinedienst X erklärte Selenskyj am Dienstagabend, in einem Gespräch mit Merz habe er dessen "so starke Unterstützung der Ukraine" gelobt. Sie hätten Themen der bilateralen und multilateralen Beziehungen gesprochen sowie über "die Schritte, die notwendig sind, um den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union voranzutreiben".

Textgröße ändern: