The National Times - 28 Menschen im Nordwesten Burkina Fasos getötet

28 Menschen im Nordwesten Burkina Fasos getötet


28 Menschen im Nordwesten Burkina Fasos getötet
28 Menschen im Nordwesten Burkina Fasos getötet / Foto: © AFP

Im Nordwesten Burkina Fasos sind Regierungsangaben zufolge am Wochenende 28 Menschen getötet worden. Die Regierung des Landes erklärte am Montag, sie sei "über einen Vorfall in Nouna" in der Region Boucle du Mouhoun "in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember informiert worden". Der örtliche Staatsanwalt teilte mit, dass "die meisten Opfer, allesamt Männer, erschossen wurden". Die Regierung gab an, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei und mahnte zur Ruhe.

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Die Menschenrechtsorganisation Gemeinden gegen Straffreiheit und Stigmatisierung (CISC) macht von der Regierung beauftragte Freiwilligenmilizen für die Tötungen verantwortlich. Bewaffnete Zivilisten, die nach eigenen Angaben den Freiwilligen zur Verteidigung des Vaterlandes (VDP) anzugehören, hätten "offen organisierte Plünderungen und Misshandlungen" vorgenommen.

Burkina Faso befindet sich seit 2015 in einer Spirale der Gewalt, regelmäßig kommt es zu bewaffneten Angriffen von dschihadistischen Gruppen, die zum Teil mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zusammenarbeiten. Seit 2019 rekrutiert die Regierung Zivilisten für die VDP, die die Armee im Kampf gegen diese Gruppen unterstützen soll.

Die Regierung von Übergangspräsident Ibrahim Traoré hatte Ende Oktober den massiven Ausbau des Freiwilligenprogramms angekündigt. Für gewöhnlich erhalten die Rekruten zwei Wochen Training, bevor ihnen Waffen und Kommunikationsmittel ausgehändigt werden.

Laut CISC waren Berichte über einen "terroristischen Angriff" Auslöser für die Geschehnisse in Nouna. Daraufhin hätten Bewaffnete "tödliche Vergeltungsattacken" gestartet.

W.Phillips--TNT

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