The National Times - Selenskyj dankt Biden bei erster Auslandsreise seit Kriegsbeginn für Unterstützung

Selenskyj dankt Biden bei erster Auslandsreise seit Kriegsbeginn für Unterstützung


Selenskyj dankt Biden bei erster Auslandsreise seit Kriegsbeginn für Unterstützung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den USA bei seiner ersten Auslandsreise seit Kriegsbeginn für ihre Unterstützung gegen Russland gedankt. Er wolle den USA "von ganzem Herzen" und im Namen aller Ukrainer danken, sagte Selenskyj am Mittwoch bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus. Es sei "eine große Ehre", im Weißen Haus zu sein, sagte der Präsident, der einen Pullover und Cargohosen in Tarnfarbe trug.

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Biden würdigte den "Mut" der Ukraine angesichts des russischen Angriffskriegs gegen das Land. "Das ukrainische Volk inspiriert weiterhin die Welt." Der US-Präsident sagte der Ukraine zudem zusätzliche Militärhilfen zu: "Wir werden weiterhin die Fähigkeit der Ukraine stärken, sich zu verteidigen, insbesondere Luftverteidigung." So würden die USA der Ukraine das Patriot-Luftabwehrsystem liefern, sagte Biden.

Selenskyj überreichte dem US-Präsidenten bei dem Treffen im Weißen Haus als Geschenk einen Verdienstorden eines ukrainischen Soldaten. Der Soldat - "ein echter Held" - habe ihn gebeten, Biden den Orden zu geben, sagte der ukrainische Präsident. Biden zeigte sich gerührt: Er sei dankbar über das Geschenk, dass er nicht verdiene.

Selenskyj und Biden führten anschließend Gespräche hinter verschlossenen Türen. Für 16.30 Uhr (Ortszeit; 22.30 Uhr MEZ) war eine gemeinsame Pressekonferenz geplant. Am Abend wird Selenskyj dann eine Rede vor dem US-Kongress halten. Der Kongress will im Haushalt für 2023 weitere Hilfen für die Ukraine in Höhe von knapp 45 Milliarden Dollar (rund 42,4 Milliarden Euro) verankern.

Es ist die erste Auslandsreise des ukrainischen Präsidenten seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land vor rund zehn Monaten. Die US-Regierung sagte der Ukraine am Mittwoch neue Militärhilfen im Umfang von 1,85 Milliarden Dollar zu.

Washington liefert der Ukraine dabei erstmals auch ein Luftabwehrsystem vom Typ Patriot. US-Außenminister Antony Blinken erklärte, damit könne die Ukraine "Marschflugkörper, ballistische Kurzstreckenraketen und Flugzeuge in einer deutlich größeren Höhe abschießen als bei bislang gelieferten Luftabwehrsystemen".

Die USA-Reise des ukrainischen Präsidenten war aus Sicherheitsgründen unter größter Geheimhaltung geplant worden. Medienberichten zufolge reiste Selenskyj mit dem Zug nach Polen. Von dort aus wurde er mit einer Maschine der US-Luftwaffe in die USA geflogen.

M.A.Walters--TNT

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