The National Times - UNO: Fünf Menschen bei Angriff auf Flüchtlingslager in Äthiopien getötet

UNO: Fünf Menschen bei Angriff auf Flüchtlingslager in Äthiopien getötet


UNO: Fünf Menschen bei Angriff auf Flüchtlingslager in Äthiopien getötet
UNO: Fünf Menschen bei Angriff auf Flüchtlingslager in Äthiopien getötet

Bei einem Angriff auf ein Lager für eritreeische Flüchtlinge im umkämpften Norden Äthiopiens sind fünf Menschen getötet und mehrere Frauen entführt worden. Der Vorfall habe sich bereits Anfang Februar in der Region Afar ereignet, teilte das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) am Freitag mit. "Tausende Flüchtlinge" seien durch die Kämpfe in dem Gebiet in die Flucht getrieben worden.

Textgröße ändern:

Bewaffnete Männer seien am 3. Februar in das Flüchtlingslager Barahle an der Grenze zwischen den äthiopischen Regionen Afar und Tigray eingedrungen und hätten mindestens fünf Menschen getötet und mehrere Frauen verschleppt, berichteten Überlebende dem UNHCR.

Das UNHCR äußerte sich nicht zur Identität der Angreifer. Mehrere Überlebende, mit denen die Nachrichtenagentur AFP in den vergangenen Tagen in der Regionalhauptstadt Semera sprach, machten jedoch die Rebellen der Volksbefreiungsfront Tigray (TPLF) für die Gewalt verantwortlich.

Auch Vertreter der Regionalregierung sowie des äthiopischen Flüchtlingsdienstes beschuldigten die Rebellen. Von unabhängiger Seite konnten die Anschuldigungen nicht überprüft werden. Die TPLF äußerte sich auf Anfrage nicht.

Der bewaffnete Konflikt zwischen der Regierung in Addis Abeba und der TPLF hatte im November 2020 mit einer Offensive der Regierungstruppen in der Unruheregion Tigray begonnen. Im Jahr 2021 weiteten sich die Kämpfe auf die Nachbarregionen Afar und Amhara aus.

Ende Dezember zog sich die TPLF nach einer weiteren Militäroffensive der Regierung wieder in ihre Hochburg Tigray zurück. Der Rückzug hatte die Hoffnung auf eine Befriedung des Konfliktes genährt. Ende Januar gab die TPLF jedoch bekannt, dass sie die Kämpfe in der Region Afar wieder aufgenommen habe, nachdem regierungstreue Streitkräfte erneut ihre Stellungen angegriffen hätten.

Das UNHCR verurteilte den Angriff auf das Flüchtlingslager und rief erneut zur Einstellung der Gefechte auf, "um weitere Schäden und den drohenden Verlust von Menschenleben für Flüchtlinge und Äthiopier gleichermaßen zu vermeiden". Mehr als 100.000 eritreeische Flüchtlinge leben in Äthiopien. In dem seit 15 Monaten andauernden Konflikt in Nordäthiopien wurden ihre Flüchtlingslager wiederholt Ziel von Angriffen.

Seit Beginn der Kämpfe wurden nach UN-Angaben tausende Menschen getötet und mehr als zwei Millionen in die Flucht getrieben. Die Vereinten Nationen werfen allen Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Staatsanwaltschaft plädiert in Prozess gegen frühere RAF-Terroristin Klette

Im Raubprozess gegen die mutmaßliche ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag vor dem Landgericht Verden ihr Plädoyer begonnen. In einleitenden Bemerkungen sprach die Vertreterin der Anklagebehörde mit Blick auf die Klette vorgeworfenen Taten von Delikten "mit ganz erheblicher krimineller Energie". Zudem warf sie Klette und der Verteidigung vor, "das Verfahren zu politisieren".

Rubio bewertet iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus vorsichtig optimistisch

US-Außenminister Marco Rubio hat sich vorsichtig optimistisch zu dem jüngsten iranischen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus geäußert. Die von Teheran vorgeschlagenen Bedingungen seien "besser, als wir gedacht hatten", sagte Rubio dem Nachrichtensender Fox News am Montagabend (Ortszeit). Zugleich stellte der Chefdiplomat die Aufrichtigkeit des iranischen Vorstoßes in Frage.

Unions-Parlamentsgeschäftsführer fordert von Koalition mehr Geschlossenheit

Angesichts der anstehenden Reformen im Gesundheits- und Sozialbereich hat Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) die schwarz-rote Koalition zu einem geschlosseneren Auftreten aufgefordert. Die Bundesregierung und auch die Partner in der Koalition müssten "mehr intern sprechen" und dann "gemeinsam die Ergebnisse nach draußen vertreten", sagte Bilger am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. In den kommenden Wochen wolle die Union "entschieden anpacken". Dazu brauche es ein anderes Miteinander in der Regierung.

Bericht: Regierungsinterne Gespräche über Förderprogramm "Demokratie leben!"

Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aller Bundesministerien haben laut einem Medienbericht versucht, Meinungsverschiedenheiten in der Koalition über die Zukunft des Förderprogramms "Demokratie leben!" beizulegen. Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Dienstag berichteten, ging es dabei um den von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) vorangetriebenen Umbau des Förderprogramms. Dieser war bei betroffenen Initiativen, aber auch in der SPD auf heftige Kritik gestoßen.

Textgröße ändern: