The National Times - Yellen: US-Subventionsprogramm richtet sich nicht gegen EU-Partner

Yellen: US-Subventionsprogramm richtet sich nicht gegen EU-Partner


Yellen: US-Subventionsprogramm richtet sich nicht gegen EU-Partner
Yellen: US-Subventionsprogramm richtet sich nicht gegen EU-Partner / Foto: © AFP

US-Finanzministerin Janet Yellen hat bekräftigt, dass sich das Klimaschutzprogramm ihrer Regierung mit seinen massiven Subventionen nicht gegen Partner wie die EU und Japan richtet. Ziel sei es, "für sichere Lieferketten zu sorgen, und zu versuchen, unsere Verbündeten einzubeziehen", sagte Yellen am Donnerstag im texanischen Fort Worth. "Wir werden also schauen, was wir tun können."

Textgröße ändern:

Die US-Regierung hatte mit ihrem sogenannten Inflationsreduzierungsgesetz (IRA) in Europa die Furcht vor einem transatlantischen Handelskrieg geschürt. Das IRA sieht unter anderem ein massives Subventionsprogramm von 370 Milliarden Dollar (gut 351 Milliarden Euro) für Klimaschutz und Energiesicherheit vor. Dazu gehören auch Subventionen für Elektroautos, Batterien und Projekte zu erneuerbaren Energien, sofern sie in den USA hergestellt werden.

Die EU fürchtet, dass viele Unternehmen deshalb Investitionen in die USA verlagern könnten. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach von "Regelungen, mit denen wir nicht einverstanden sind, weil sie nicht vereinbar sind mit dem internationalen Handelsrecht und keinen fairen Wettbewerb ermöglichen". Es drohe eine bedeutende Beeinträchtigung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

Die EU-Kommission hat sich für einen Austausch mit den USA zu dem Thema eingesetzt. Ein erstes Treffen von Vertretern der EU und Washingtons Anfang dieser Woche blieb jedoch weitgehend ergebnislos. Auf EU-Ebene wird derweil über ein eigenes Investitionspakt als Antwort auf die US-Maßnahmen nachgedacht.

Das "Handelsblatt" berichtete am Donnerstag über einen ersten Finanzierungsvorschlag für eine solche europäische "industriepolitische Agenda" aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Minister Robert Habeck (Grüne) will demnach auf eine Kombination aus bestehenden EU-Fonds und Mitteln auf nationaler Ebene zurückgreifen. Eine weitere gemeinsame EU-Schuldenaufnahme als Reaktion auf das IRA sehe der Vizekanzler hingegen skeptisch, berichtete die Zeitung unter Verweis auf ein internes Papier des Ministeriums.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Bericht: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab - erneute Huthi-Angriffe

Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.

Lula verbietet Online-Wettplattformen neun Tage vor Präsidentenwahl

Neun Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva Online-Wettplattformen verboten. Der linksgerichtete Lula erließ am Freitag eine entsprechende vorläufige Maßnahme, die sofort in Kraft trat, aber noch vom Parlament gebilligt werden muss. Ab dem 6. Oktober soll es nach Regierungsangaben in Brasilien weder legale Wett-Websites oder -Apps noch Sponsoring durch Sportwettenanbieter geben.

Papst Leo XIV. feiert am Samstag riesige Messe in Paris

Am zweiten Tag seines Frankreich-Besuchs will Papst Leo XIV. am Samstag eine riesige Messe auf der Place de la Concorde in Paris feiern (15.00 Uhr). Die erwarteten 600.000 Teilnehmer werden sich von dem Platz über die gesamte Länge des Prachtboulevards Champs-Elysées und über den Triumphbogen hinaus verteilen. Dort wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut ist, nimmt üblicherweise der französische Präsident die Militärparade am Nationalfeiertag ab.

Wadephul hält Rede bei UN-Generaldebatte in New York

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält am Samstag eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Wadephul tritt nach Angaben des Auswärtigen Amts in der ersten Tageshälfte vor die Delegierten in New York. Der Außenminister vertritt wie schon im Vorjahr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz steht wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin innenpolitisch unter großem Druck und war deshalb nicht nach New York gereist.

Textgröße ändern: