The National Times - Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert Strompreisbremse: Deckel zu hoch

Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert Strompreisbremse: Deckel zu hoch


Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert Strompreisbremse: Deckel zu hoch
Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert Strompreisbremse: Deckel zu hoch / Foto: © AFP/Archiv

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die von der Bundesregierung am Freitag beschlossene Strompreisbremse heftig kritisiert und Korrekturen an zentralen Stellen gefordert. Besonders die als Deckelbetrag veranschlagten 40 Cent je Kilowattstunde seien viel zu hoch, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Strompreisbremse habe zudem "soziale Schlagseite".

Textgröße ändern:

Die Strompreisbremse soll ab Januar gelten und ähnlich wie die Gaspreisbremse funktionieren: Haushalte und kleinere Unternehmen bekommen ein Grundkontingent von 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs für einen Bruttopreis von 40 Cent je Kilowattstunde. Für alles, was darüber liegt, werden Marktpreise fällig.

40 Cent pro Kilowattstunde seien eine Einladung zum Abkassieren, sagte Bartsch dem RND. Durch diese hohe Festlegung würde kein Energieversorger mehr Strom unter 40 Cent anbieten, "weil ab da der Staat zahlt". Der Fraktionschef der Linken forderte daher, die Energieversorger müssten sich ihre Preise vom Wirtschaftsministerium genehmigen lassen; staatliche Preiskontrollen müssten die Strompreisbremse flankieren.

Die Preisbremse sei sozial ungerecht, sagte Bartsch: Villenbesitzer würden am meisten profitieren, weil der Verbrauch entscheidet. Je höher der Verbrauch in diesem Jahr, desto höher sei die Entlastung im kommenden Jahr.

Auch die Versorger bemängelten das Instrument. Die Strompreisbremse sei "so nicht umsetzbar", da sie an vielen Stellen zu komplex, zu unklar, zu bürokratisch sei, erklärte der Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft. Hier müsse im parlamentarischen Verfahren "intensiv" nachgearbeitet werden. Sonst komme die Entlastung nicht fristgerecht bei den Haushalten an.

Bundestag und Bundesrat sollen Mitte Dezember über die Strom- und die Gaspreisbremse abstimmen. Beide sollen Mitte März in Kraft treten. Um die sogenannte Winterlücke im Januar und Februar zu schließen, sollen die Entlastungen für diese beiden Monate rückwirkend gelten.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Lula verbietet Online-Wettplattformen neun Tage vor Präsidentenwahl

Neun Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva Online-Wettplattformen verboten. Der linksgerichtete Lula erließ am Freitag eine entsprechende vorläufige Maßnahme, die sofort in Kraft trat, aber noch vom Parlament gebilligt werden muss. Ab dem 6. Oktober soll es nach Regierungsangaben in Brasilien weder legale Wett-Websites oder -Apps noch Sponsoring durch Sportwettenanbieter geben.

Papst Leo XIV. feiert am Samstag riesige Messe in Paris

Am zweiten Tag seines Frankreich-Besuchs will Papst Leo XIV. am Samstag eine riesige Messe auf der Place de la Concorde in Paris feiern (15.00 Uhr). Die erwarteten 600.000 Teilnehmer werden sich von dem Platz über die gesamte Länge des Prachtboulevards Champs-Elysées und über den Triumphbogen hinaus verteilen. Dort wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut ist, nimmt üblicherweise der französische Präsident die Militärparade am Nationalfeiertag ab.

Wadephul hält Rede bei UN-Generaldebatte in New York

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält am Samstag eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Wadephul tritt nach Angaben des Auswärtigen Amts in der ersten Tageshälfte vor die Delegierten in New York. Der Außenminister vertritt wie schon im Vorjahr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz steht wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin innenpolitisch unter großem Druck und war deshalb nicht nach New York gereist.

Entscheidung über deutschen Olympiabewerber - München oder Köln mit Rhein und Ruhr

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am Samstag (09.00 Uhr) über den deutschen Bewerber für die Austragung der Olympischen Sommerspiele und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verkündet zusammen mit DOSB-Präsident Thomas Weikert, ob München oder die Region Köln/Rhein/Ruhr in Nordrhein-Westfalen zum Zug kommen. Ursprünglich bewarben sich vier Kandidaten um die Austragung.

Textgröße ändern: