The National Times - Baerbock: Deutschland prüft Entsendung zusätzlicher OSZE-Beobachter in die Ukraine

Baerbock: Deutschland prüft Entsendung zusätzlicher OSZE-Beobachter in die Ukraine


Baerbock: Deutschland prüft Entsendung zusätzlicher OSZE-Beobachter in die Ukraine
Baerbock: Deutschland prüft Entsendung zusätzlicher OSZE-Beobachter in die Ukraine

Vor dem Hintergrund der massiven Spannungen zwischen dem Westen und Russland prüft Deutschland nach Angaben von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die Entsendung zusätzlichen Personals an die Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine. Die OSZE-Beobachter in der Ukraine seien die "Augen und Ohren der internationalen Gemeinschaft" in der Region, betonte Baerbock am Mittwoch in Berlin.

Textgröße ändern:

"Gerade in solchen kritischen Momenten brauchen wir die OSZE-Mission, um Transparenz herzustellen und gefährliche Missverständnisse zu verhindern", sagte Baerbock. Einige Staaten hätten in den vergangenen Tagen angekündigt, aus Sicherheitsgründen ihr Personal aus der Mission abzuziehen. "Wir planen nicht nur, das deutsche Personal vor Ort zu lassen, wir versuchen auch, zusätzliches Personal zu stellen", sagte Baerbock. Dazu sei die Bundesregierung im Gespräch mit ihren Partnern.

Die Beobachtermission der OSZE in der Ukraine war nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland im März 2014 eingerichtet worden. Die OSZE-Mitarbeiter sind unter anderem im Osten der Ukraine stationiert, wo seit 2014 pro-russische Separatisten gegen die ukrainische Armee kämpfen.

Kiew und Moskau werfen sich gegenseitig seit Jahren Verstöße gegen die zwischen den Konfliktparteien vereinbarte Waffenruhe vor, die von der OSZE überwacht wird. Seit Beginn der Kämpfe wurden in der Ostukraine bereits mehr als 14.000 Menschen getötet.

Vor dem Hintergrund des massiven russischen Truppenaufmarsches an der ukrainischen Grenze hatten die USA in der vergangenen Woche ihre Bürger in der Ukraine zum sofortigen Verlassen des Landes aufgefordert. Die Aufforderung galt nach Angaben Washingtons auch für US-Bürger, die Teil der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine sind.

Am Dienstag hatte Moskau einen teilweisen Abzug seiner Truppen von der ukrainischen Grenze angekündigt. Baerbock sagte, die Ankündigungen seien "ein positives Signal, wenn sie sich bewahrheiteten". Es sei aber weiter an Russland "zu deeskalieren".

Baerbock äußerte sich bei einem gemeinsamen Pressestatement mit ihrem österreichischen Kollegen Alexander Schallenberg. In einem anschließenden Gespräch wollten die beiden über bilaterale und weitere europäische Themen sprechen, unter anderem über die Lage auf dem Westbalkan. Besorgt zeigte sich Schallenberg hinsichtlich der aktuellen Situation in Bosnien-Herzegowina. Europa müsse darauf achten, dass der Westbalkan "nie zu einem Spielfeld für andere Kräfte wird", mahnte der österreichische Außenminister.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Regierung und Opposition in Venezuela beginnen offiziellen Dialog - ohne Machado

Regierung und Opposition in Venezuela haben offiziell mit einem von den USA vermittelten Dialog begonnen - allerdings ohne Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado. Bei den Gesprächen solle es um die Stärkung der Demokratie und die Garantie politischer Rechte gehen, hieß es am Donnerstag beim Zusammentreffen beider Seiten. Zudem solle gemeinsam über das weitere Vorgehen nach dem schweren Doppel-Erdbeben gehen, bei dem Ende Juni mehr als 6000 Menschen getötet wurden.

USA wollen bei Visa-Anträgen offenbar Online-Aktivitäten noch stärker überprüfen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will bei der Visa-Vergabe die Überprüfung der Online-Aktivitäten von Antragstellern offenbar ausweiten. Die Überprüfung von Instagram-Konten und ähnlicher Netzwerke solle auf weitere Visa-Kategorien ausgedehnt werden, unter anderem auf ausländische Journalisten, berichtete "The Daily Signal". Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte am Donnerstag auf ihrem X-Konto den entsprechenden Artikel - ohne ihn explizit zu bestätigen.

Röwekamp: Innenministerium muss zentral für Drohnenabwehr zuständig sein

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), eine Zentralisierung der Zuständigkeit für die Drohnen-Abwehr beim Bundesinnenministerium gefordert. Die bisher zu Leipzig vorliegenden Erkenntnisse "bestätigen die Dringlichkeit, auf die Bedrohung ziviler Infrastruktur durch Drohnen schnell neue Antworten zu finden", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben). "Wir brauchen eine zentrale Zuständigkeit statt einer Vielzahl föderaler Luftsicherheitsbehörden."

Trump unternimmt neuen Vorstoß im Streit um US-Staatsbürgerschaft

Ungeachtet seiner krachenden Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof in der Frage der US-Staatsbürgerschaft hat US-Präsident Donald Trump in dem Streit einen weiteren Vorstoß unternommen. Er unterzeichnete am Donnerstag ein Dekret, mit dem der sogenannte "Geburtstourismus" verhindert werden soll. Seinen Angaben zufolge kommen unzählige ausländische Frauen als Touristinnen "getarnt" bewusst zum Entbinden in die USA, damit ihr Kind die US-Staatsbürgerschaft erhält. Dies werde nun nicht mehr möglich sein.

Textgröße ändern: