The National Times - Sarah Palin scheitert mit Verleumdungsklage gegen "New York Times"

Sarah Palin scheitert mit Verleumdungsklage gegen "New York Times"


Sarah Palin scheitert mit Verleumdungsklage gegen "New York Times"
Sarah Palin scheitert mit Verleumdungsklage gegen "New York Times"

Die frühere US-republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ist mit einer Verleumdungsklage gegen die "New York Times" gescheitert. Ein Geschworenen-Gericht in New York sprach die renommierte Zeitung am Dienstag vom Vorwurf frei, 2017 in einem Leitartikel bewusst den Ruf der einstigen Gouverneurin des Bundesstaates Alaska geschädigt zu haben. Der Zivilprozess war wegen seiner möglichen Auswirkungen auf das Presserecht in den USA mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden.

Textgröße ändern:

Der Leitartikel hatte eine Schusswaffenattacke im Jahr 2011 im Bundesstaat Arizona mit sechs Toten mit einer Wahlkampfanzeige von Palins politischem Aktionskomitee in Verbindung gebracht. Die Anzeige, die kurz vor dem Anschlag geschaltet wurde, zeigte den Kongressbezirk der demokratischen Abgeordneten Gabrielle Giffords im Fadenkreuz einer Schusswaffe. Giffords selbst wurde bei dem Anschlag schwer verletzt.

Die "New York Times" musste den Leitartikel aber am nächsten Tag korrigieren. Die Zeitung räumte ein, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Täter durch die umstrittene Anzeige zu seiner Tat getrieben worden sei.

Palin verklagte in der Folge die "New York Times". Allerdings sind die Hürden für eine Verurteilung von Medien wegen Verleumdung in den USA sehr hoch: Es reicht nicht zu zeigen, dass einer Zeitung ein Fehler unterlief. Vielmehr muss bewiesen werden, dass Journalisten eine Falschinformation absichtlich und mit böser Absicht verbreiteten.

Der Vorsitzende Richter in dem Verfahren von Palin gegen die "New York Times" in Manhattan hatte bereits am Montag erklärt, das treffe in diesem Fall nicht zu. Er kündigte deswegen in einem ungewöhnlichen Schritt an, die Klage abzuweisen, sollten die Jury Palin Recht geben. Die Geschworenen kamen nun aber zu dem selben Urteil wie der Richter. Palin dürfte aber Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.

Die 58-Jährige, einst eine Galionsfigur der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung, war 2008 an der Seite des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain in den Wahlkampf um das Weiße Haus gezogen. Das Republikaner-Duo unterlag aber Barack Obama und seinem damaligen Vize-Kandidaten Joe Biden von der Demokratischen Partei.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, bezeichnet sich trotz Zweifeln an ihrem Lebenslauf weiterhin als Anwältin - obwohl Interviewäußerungen der 41-Jährigen darauf schließen lassen, dass sie in den USA keine Anwaltszulassung hat. Dem Portal "Real Americas"s Voice" sagte sie am Donnerstag, sie habe sich für die Anwaltsprüfung angemeldet, sei dann aber wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen.

Zweifel an Lebenslauf: Neue Trump-Sprecherin Zacharia unter Druck

Kurz nach ihrem ersten Auftritt im Weißen Haus ist die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, unter Druck geraten. Die "Washington Post" und andere US-Medien berichteten am Mittwoch, Zacharia habe Falschangaben in ihrem Lebenslauf gemacht. Die 41-Jährige nenne sich "Anwältin", obwohl sie offenbar in den USA keine Zulassung habe.

Wegen Unterstützung für Palestine Action: Autorin Rooney nimmt Bücher vom britischen Markt

Wegen ihrer Unterstützung für die im Vereinigten Königreich verbotene Aktivistengruppe Palestine Action nimmt die irische Bestsellerautorin Sally Rooney ihre Bücher vom dortigen Markt. Ihr Verlag Faber habe mit ihrer "vollständigen Zustimmung" entschieden, die Werke dort nicht mehr zu auszuliefern, erklärte die Autorin am Mittwoch. Sie sei bereit, die "Konsequenzen" ihrer Überzeugungen zu akzeptieren, fügte sie hinzu.

Türkische Regierung übernimmt Kontrolle über meistgesehenen Nachrichtensender

Handstreich der türkischen Regierung gegen den meistgesehenen Nachrichtensender des Landes: Ankara hat die Kontrolle über den oppositionellen Fernsehsender Halk TV übernommen. Die Polizei habe eine Razzia in seiner Zentrale in Istanbul ausgeführt und einen Zwangsverwalter eingesetzt, teilte der Sender am Mittwoch mit. Der Sendebetrieb sei gestoppt worden. Elf Mitarbeiter wurden festgenommen. Aus Protest nahmen Oppositionsabgeordnete an einer Ausschusssitzung mit Pflastern auf Mund und Augen teil.

Textgröße ändern: