The National Times - Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt


Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt / Foto: © AFP/Archiv

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat ein Bündnis von Kulturinstitutionen des Landes eine Kampagne für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt gestartet. Die Aktion #stolzaufVielfalt solle deutlich machen, "dass die unterschiedlichen Menschen, Erfahrungen und Perspektiven in unserem Land keine Gegensätze sind, sondern eine gemeinsame Stärke, unsere Kultur", erklärten mehr als ein Dutzend Organisationen am Dienstag in Dessau.

Textgröße ändern:

Die Aktion wird unter anderem von der Stiftung Bauhaus Dessau, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Stiftung Luthergedenkstätten sowie der Kulturstiftung und dem Museumsverband des Bundeslandes unterstützt. Unterschiedliche Motive und Botschaften in den sozialen Medien sollen beispielsweise auf das Handwerk und den Erfindergeist in Sachsen-Anhalt, den Stolz auf Kultur und Kreativität sowie Wissenschaft und demokratisches Engagement hinweisen.

"Die Kampagne steht für Vielfalt, demokratische Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt", erklärten die Initiatoren. "Die Vielfalt von Lebenswegen, Ideen, Traditionen und Zukunftsentwürfen bereichert Sachsen-Anhalt – und gibt Anlass, auf dieses Land stolz zu sein."

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. In den Umfragen liegt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD mit Werten um die 41 Prozent weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze, etwa um die 24 Prozent erreicht.

Die AfD hat für den Fall einer Regierungsübernahme eine "neue patriotische Kulturpolitik" und eine Kampagne zur Förderung eines "neuen nationalen Selbstbewusstseins" angekündigt. Die Partei bezeichnete unter anderem vor zwei Jahren im Landtag das Unesco-Weltkulturerbe Bauhaus, das auch prägend für Sachsen-Anhalt war, als einen "Irrweg der Moderne" und kritisierte dessen "einseitige Glorifizierung".

E.Reid--TNT

Empfohlen

Versehentlich Tod des Königs gemeldet: Britischer Sender verstieß gegen Regeln

Ein britischer Lokal-Radiosender hat im Mai versehentlich eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III. gesendet und anschließend gegen Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen. Es handle sich um eine "sehr schwerwiegende Ungenauigkeit", zudem sei nach der Falschmeldung sehr viel Zeit bis zu einer Korrektur verstrichen, rügte der Rundfunkrat am Montag.

Bund will NS- und SED-Gedenkstätten stärker fördern

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will den Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur im kommenden Jahr zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Davon entfallen fünf Millionen Euro auf Projektförderungen und weitere fünf Millionen Euro auf die institutionelle Stärkung der vom Bund geförderten Gedenkstätten, wie die Regierung am Montag in Berlin mitteilte. Berücksichtigt sind auch Kosten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Französische Sängerin Vanessa Paradis gibt Trennung von Regisseur Benchetrit bekannt

Die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis und der Regisseur und Schriftsteller Samuel Benchetrit haben sich nach fast zehn Jahren Beziehung getrennt. Die beiden hätten "einvernehmlich ihre Trennung bekannt gegeben", würden sich aber weiterhin "mit Respekt und Zuneigung begegnen", teilte Paradis' Agent am Donnerstag in einer Erklärung mit. Paradis und Benchetrit hatten am 30. Juni 2018 geheiratet.

Thrillerautor Sebastian Fitzek kämpft bisweilen mit Sprache und Rechtschreibung

Auch nach 20 Jahren als Schriftsteller kämpft der Bestsellerautor Sebastian Fitzek bisweilen noch mit Sprache und Rechtschreibung. "Ich schreibe viel zu viele Sätze mit einem Komma und 'dass'", sagte der 54-jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" laut Mitteilung vom Dienstag. Schon häufiger sei ihm zudem ein bestimmter Rechtschreibfehler unterlaufen. "Der ist sogar auch schon gedruckt worden: 'Schweinwerfer'."

Textgröße ändern: