The National Times - Queer-Beauftragte will Kanzler Merz zu Christopher Street Day einladen

Queer-Beauftragte will Kanzler Merz zu Christopher Street Day einladen


Queer-Beauftragte will Kanzler Merz zu Christopher Street Day einladen
Queer-Beauftragte will Kanzler Merz zu Christopher Street Day einladen / Foto: © AFP/Archiv

Die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf ihren Festwagen beim Straßenumzug des Christopher Street Day einladen. "Wir werden ihn auf jeden Fall einladen: Ich würde mich freuen, wenn er mitfährt", sagte die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt den Funke-Zeitungen vom Sonntag.

Textgröße ändern:

Bisher hat Koch nach eigener Aussage noch keine Chance gehabt, mit Merz persönlich über die Anliegen der queeren Community zu sprechen. Sie habe aber Termine mit Kanzleramtsminister Thorsten Frei und Ehrenamtsministerin Christiane Schenderlein (beide CDU) gehabt, "und die Gespräche mit beiden waren gut". Im Hinblick auf ein Gespräch mit Merz sagte Koch: "Wir arbeiten dran."

Die SPD-Politikerin will vorschlagen, dass rund um den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Transfeindlichkeit am 17. Mai die Regenbogenflagge auf allen Ministerien und auch dem Bundestag wehen soll - "am besten mit Rahmenprogramm". Ihr Ziel sei, "dass wir keine Flaggendebatte führen, sondern sich die Regierung mit diesem Zeichen vor die Community und auch unsere vielen queeren Beschäftigten stellt", sagte Koch.

Beim letztjährigen Christopher Street Day in Berlin hatte auf dem Bundestag - anders als in den Vorjahren - keine Regenbogenfahne geweht. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hatte entschieden, die Fahne nicht zu hissen. Die Regenbogenflagge gilt als Symbol für die Belange sexueller Minderheiten.

L.Graham--TNT

Empfohlen

"Ein großer Aufklärer": Philosoph Habermas mit 96 Jahren gestorben

Abschied von einem deutschen Intellektuellen mit Weltgeltung: Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas ist am Samstag mit 96 Jahren in Starnberg gestorben, wie der Suhrkamp Verlag mitteilte. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung. Bekannt war er als streitbarer Intellektueller, der sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder in politische Debatten einschaltete.

US-Regierung kritisiert Nachrichtensender CNN wegen Berichten über Iran-Krieg

Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Freitag (Ortszeit), er könne die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum erwarten. Er forderte zudem eine "wirklich patriotische Presse".

Wehrbeauftragter mahnt neuen Haar- und Barterlass für Truppe an

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), fordert klarere Regeln für das äußere Erscheinungsbild von Bundeswehr-Soldaten. "Der Haar- und Barterlass ist für den täglichen Dienst der Truppe von Bedeutung und sollte längst vorliegen", sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND; Samstagsausgaben). Er kritisierte, dass es das Verteidigungsministerium seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Jahr 2019 versäumt habe, einen neuen Erlass vorzulegen.

Ostbeauftragte kritisiert Weimers Absage an Bau für Nationalbibliothek

Die Absage von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) an den geplanten Erweiterungsbau für die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig stößt auch innerhalb der Bundesregierung auf Kritik. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) kritisierte Weimers Entscheidung am Freitag als "unverständlich" und mahnte: "Diese Entscheidung sollte noch einmal überdacht werden."

Textgröße ändern: