The National Times - Trump kritisiert Frankreich für Staatsbürgerschaft-Vergabe an George Clooney

Trump kritisiert Frankreich für Staatsbürgerschaft-Vergabe an George Clooney


Trump kritisiert Frankreich für Staatsbürgerschaft-Vergabe an George Clooney
Trump kritisiert Frankreich für Staatsbürgerschaft-Vergabe an George Clooney / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

US-Präsident Donald Trump hat Frankreich nach der Vergabe der französischen Staatsbürgerschaft an Hollywoodstar George Clooney und seine Familie scharf kritisiert. "Gute Nachrichten! George und Amal Clooney, zwei der schlechtesten politischen Prognostiker aller Zeiten, sind offiziell französische Staatsbürger geworden", schrieb Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Leider hat Frankreich aufgrund seiner absolut katastrophalen Einwanderungspolitik mit einem großen Kriminalitätsproblem zu kämpfen", fügte Trump hinzu.

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Der US-Schauspieler und seine Ehefrau Amal Alamuddin Clooney sowie ihre beiden Kinder besitzen laut einem am Wochenende im Amtsblatt veröffentlichten Dokument nun auch einen französischen Pass. Die Mitteilung wurde kurz vor der Verschärfung der Sprachanforderungen für alle anderen Staatsbürger im Rahmen der neuen Einwanderungsbestimmungen ab dem 1. Januar veröffentlicht.

Auch die Vize-Innenministerin Marie-Pierre Vedrenne hatte die Entscheidung kritisiert, Clooney trotz seiner mangelhaften Französischkenntnisse die Staatsbürgerschaft zu verleihen. "Ich persönlich verstehe das Gefühl einiger Franzosen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird", sagte Vedrenne dem Radiosender France Info. "Wir müssen vorsichtig sein mit der Botschaft, die wir vermitteln." Innenminister Laurent Nunez und das Außenministerium dagegen verteidigten die Entscheidung.

Das Bürgerliche Gesetzbuch besagt, dass "die französische Staatsangehörigkeit auf Vorschlag des Außenministers durch Einbürgerung jedem französischsprachigen Ausländer verliehen werden kann, der dies beantragt und durch seine herausragenden Verdienste zum Ansehen Frankreichs und zum Wohlstand seiner internationalen Wirtschaftsbeziehungen beiträgt". Clooney hatte jedoch eingeräumt, dass seine Französischkenntnisse immer noch begrenzt seien.

Laut den am Donnerstag in Kraft getretenen neuen Einwanderungsbestimmungen müssen Antragsteller nachweisen, dass sie über französische Sprachkenntnisse verfügen, die ihnen den Zugang zu einer französischen Universität ermöglichen. Außerdem müssen sie einen Test über staatsbürgerliches Wissen bestehen.

Clooney und seine libanesisch-britische Frau, die als Menschenrechtsanwältin arbeitet, verbringen viel Zeit in Frankreich. "Ich liebe die französische Kultur, Ihre Sprache, auch wenn ich sie nach 400 Tagen Unterricht immer noch nicht gut beherrsche", sagte der 64-jährige Oscar-Preisträger Anfang Dezember dem Radiosender RTL.

Der Schauspieler und seine Frau hatten 2021 ein ehemaliges Weingut in Brignoles, einer Gemeinde im Departement Var, gekauft. Hier gebe es keine Paparazzi, die vor der Schule seiner Kinder lauern. "Das ist für uns das Wichtigste", sagte Clooney in dem Interview.

Zwar verbringe seine Familie nur einen Teil des Jahres auf ihrem Anwesen in Südfrankreich, doch dies sei der Ort, "an dem wir am glücklichsten sind", betonte der Schauspieler und Regisseur.

Der US-Regisseur Jim Jarmusch will sich ebenfalls einen Rückzugsort in Frankreich schaffen und die französische Staatsbürgerschaft beantragen. "Ich möchte einen Ort, an dem ich den Vereinigten Staaten entfliehen kann", sagte er am Freitag dem Radiosender France Inter.

R.Campbell--TNT

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