The National Times - Französische Justiz ermittelt gegen Ebay wegen illegalen Waffenverkaufs

Französische Justiz ermittelt gegen Ebay wegen illegalen Waffenverkaufs


Französische Justiz ermittelt gegen Ebay wegen illegalen Waffenverkaufs
Französische Justiz ermittelt gegen Ebay wegen illegalen Waffenverkaufs / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des illegalen Verkaufs von Waffen wie Schlagringen und Macheten ermittelt die französische Justiz gegen den Online-Marktplatz Ebay. Damit erhöhe sich die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Onlinehändler auf fünf, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Paris mitteilte. Auslöser war ein Skandal um den asiatischen Onlinehänder Shein gewesen, der kinderpornographische Sexpuppen und Waffen der Kategorie A im Angebot hatte.

Textgröße ändern:

Anschließend waren weitere Online-Plattformen wie AliExpress und Temu ins Visier der Justiz geraten, weil sie ebenfalls Waffen der Kategorie A anboten. Mitte November hatte die US-Plattform Ebay erklärt, sich zu bemühen, illegale Verkäufe auf seiner Plattform zu verhindern. Das Unternehmen erklärte sich zudem bereit, mit der französischen Justiz zusammenzuarbeiten.

Shein hatte Anfang November begleitet von heftigen Protesten einen ersten dauerhaften Laden in einem Pariser Traditionskaufhaus eröffnet. Die Proteste hatten sich an dem Sexpuppen-Skandal entzündet, richteten sich aber auch grundsätzlich gegen das Unternehmen. Kritiker werfen Shein vor, den europäischen Markt mit Billigkleidung zu überschwemmen, die unter ökologisch und sozial fragwürdigen Bedingungen hergestellt und geliefert wird. Die Eröffnung weiterer Geschäfte in Frankreich wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Am Mittwoch soll ein französisches Gericht entscheiden, ob die Shein-Plattform in Frankreich vorläufig gesperrt wird. Am 2. Dezember sind Unternehmensvertreter vor einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss geladen.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Nicolas Feuz über KI-Kontroverse: Thélyson Orélien als Sündenbock der Literaturwelt

Der Schriftsteller Nicolas Feuz setzt sich mit dem Skandal um Thélyson Orélien auseinander. Er sieht darin ein Symptom einer polarisierten Gesellschaft, in der Nuancen verschwinden. Für ihn ist KI ein Werkzeug, kein Betrug, solange die Autorenschaft klar bleibt.

Sarah J. Maas erreicht 100 Millionen Verkäufe – Debatte um Romantasy und Lesekultur

Die bevorstehende Veröffentlichung des sechsten Teils ihrer 'A Court of Thorns and Roses'-Reihe treibt die Verkaufszahlen von Sarah J. Maas voraussichtlich über die Marke von 100 Millionen Exemplaren weltweit. Dieser Erfolg steht im Kontrast zu sinkenden globalen Alphabetisierungsraten und hat eine breite Debatte über den kulturellen Wert von Romantasy-Literatur sowie geschlechtsspezifische Bias in der Literaturkritik entfacht.

Kunst, die man hört: freiraum gibt seinen Künstlerinnen und Künstlern eine eigene Bühne

Derzeit 10 bildende Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit freiraum zusammen. Ihre Werke gibt es als schallabsorbierende Wandbilder – limitiert auf 20 Stück pro Format und nur bei freiraum. Die ersten vier Künstlerseiten sind jetzt online.

Der Berliner Gendarmenmarkt erzählt von französischer Einwanderung und Wandel

Geschichte des Berliner Gendarmenmarktes: Die französischen Gründungen gingen schief Vor 250 Jahren wurde am Berliner Gendarmenmarkt ein französisches Theater eröffnet.

Textgröße ändern: