The National Times - Roth: Sendeverbot für Deutsche Welle in Russland "in keiner Weise hinnehmbar"

Roth: Sendeverbot für Deutsche Welle in Russland "in keiner Weise hinnehmbar"


Roth: Sendeverbot für Deutsche Welle in Russland "in keiner Weise hinnehmbar"
Roth: Sendeverbot für Deutsche Welle in Russland "in keiner Weise hinnehmbar"

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat das Verbot des Auslandssenders Deutsche Welle (DW) in Russland kritisiert. "Das Sendeverbot für die Deutsche Welle in Russland und die Schließung ihres Büros in Moskau sind in keiner Weise hinnehmbar", erklärte sie am Donnerstag. Die Entscheidung sei offensichtlich als Gegenreaktion auf den Ausstrahlungsstopp des russischen Fernsehkanals RT DE in Deutschland gedacht.

Textgröße ändern:

"Die Gleichsetzung entbehrt allerdings jeglicher Grundlage", betonte Roth. RT DE sende zurzeit ohne Lizenz und habe keine Zulassung beantragt. Dies sei "eine völlig andere Situation" als die der Deutschen Welle. "Die DW ist zudem staatsfern organisiert", erklärte die Staatsministerin für Kultur und Medien. "Das heißt, anders als bei RT DE nimmt der deutsche Staat keinen Einfluss auf die Programmgestaltung."

Sie appelliere daher eindringlich an die russische Seite, "die lizenzrechtlichen Probleme des Senders RT nicht für eine politische Reaktion zu missbrauchen". Notwendig seien "klare Schritte der Deeskalation", erklärte Roth.

Russland hatte am Donnerstag als Vergeltung für den Ausstrahlungsstopp von RT DE in Deutschland die Deutsche Welle verboten. Das Büro der Deutschen Welle in Moskau muss schließen und alle Mitarbeiter verlieren ihre Akkreditierung, wie das russische Außenministerium mitteilte. Am Vortag hatte die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die Verbreitung des RT-Kanals in Deutschland vollständig verboten und dies mit der fehlenden medienrechtlichen Zulassung begründet.

R.Evans--TNT

Empfohlen

Nach Kontroverse um Berlinale-Chefin Tuttle: Weimer sieht Wogen "sehr geglättet"

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sieht nach der Kontroverse um Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle keine Spannungen mehr zwischen Politik und Filmbranche. "Die Wogen haben sich sehr geglättet", sagte Weimer am Freitag dem Bayerischen Rundfunk. "Ich stehe mit Tricia Tuttle in einem guten Austausch. Die Planungen für die nächste Berlinale sind angelaufen."

Udo Lindenberg in Krankenhaus behandelt - 80-jähriger Künstler gibt Entwarnung

Kurz nach seinem 80. Geburtstag muss sich Musiker Udo Lindenberg wegen einer Magenschleimhautentzündung in einem Krankenhaus behandeln lassen. Er lasse sich "gerade mal wieder von den Doktoren meine lästige Gastritis verscheuchen, die schaut ja leider ab und zu vorbei", teilte der Künstler am Freitag in einem von seinem Management verbreiteten Statement mit. Zuvor hatten Berichte über den Klinikaufenthalt für Aufsehen gesorgt.

Bitkom: 91 Prozent der Deutschen stießen bereits auf Fake News

Fast alle Menschen in Deutschland haben einer Umfrage zufolge bereits Erfahrungen mit Desinformation gemacht. 91 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal auf sogenannte Fake News gestoßen zu sein, also auf absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Informationen, wie der Digitalverband Bitkom am Donnerstag in Berlin mitteilte. 63 Prozent empfinden es demnach grundsätzlich als schwierig, Nachrichten auf ihre Verlässlichkeit zu prüfen.

Berliner Schauspielerin Swetlana Schönfeld gestorben

Die Berliner Schauspielerin Swetlana Schönfeld ist tot. Sie starb am 17. Mai nach kurzer schwerer Krankheit in Berlin, wie ihre Agentur am Donnerstag in Hamburg bestätigte. Schönfeld wurde 74 Jahre alt. Die in der Sowjetunion geborene Schönfeld kam als Kind nach Ost-Berlin und machte nach dem Besuch der Schauspielschule am Theater Karriere.

Textgröße ändern: