The National Times - Steinmeier verurteilt Angriffe auf Journalisten in Deutschland

Steinmeier verurteilt Angriffe auf Journalisten in Deutschland


Steinmeier verurteilt Angriffe auf Journalisten in Deutschland
Steinmeier verurteilt Angriffe auf Journalisten in Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Angriffe auf Journalisten in Deutschland verurteilt. "Mich schockiert es, dass die Zahl der Übergriffe auf Medienschaffende im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht hat", sagte Steinmeier am Mittwoch laut Redemanuskript bei einem Festakt zum 30-jährigen Bestehen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Leipzig.

Textgröße ändern:

Steinmeier verwies dabei auf besonders in Ostdeutschland ausgeprägte Probleme für Journalisten. "Medien arbeiten hier in einem Umfeld, das leider allzu oft von Misstrauen bis hin zu Ablehnung und Hass ihnen gegenüber geprägt ist", sagte er. Gerade MDR-Journalisten seien Angriffen ausgesetzt und benötigten manchmal sogar Personenschutz. Besonders die Begleitung der Coronaproteste sei gefährlich gewesen.

Der Bundespräsident forderte, angesichts solcher Taten "mit der vollen Härte unseres Rechtsstaats" vorzugehen. "Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten, auf Kameraleute und Fotografen sind keine Meinungsäußerung, sondern Straftaten." Es müsse alles getan werden, damit Medienschaffende ihren Auftrag erfüllen und ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können. Die Angriffe gefährdeten das Grundrecht auf Pressefreiheit.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Spannung vor Vergabe des Literaturnobelpreises: Experten tippen auf eine Frau

Wird es wieder ein weißer Mann aus Europa oder bekommt dieses Jahr eine Frau beispielsweise aus Lateinamerika den Literaturnobelpreis? Wer die prestigeträchtige Auszeichnung in diesem Jahr erhält, wird am Mittag (13.00 Uhr) von der Schwedischen Akademie in Stockholm verkündet.

Buchhandel wirft Kulturstaatsminister Weimer Untätigkeit bei KI vor

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz, hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Untätigkeit beim Schutz der Verlage vor den Folgen von Urheberrechtsverletzungen durch Künstliche Intelligenz (KI) vorgeworfen. Vor einem Jahr habe Weimer auf der Frankfurter Buchmesse "sehr engagiert" Lösungsvorschläge und ein geseztliches Vorgehen in europäischer Abstimmung angekündigt, sagte Guggolz am Dienstag vor Eröffnung der diesjährigen Buchmesse. Passiert sei nichts - "wir sind praktisch auf dem gleichen Stand wie im vergangenen Jahr".

Britischer Bestsellerautor Jeffrey Archer im Alter von 86 Jahren gestorben

Der britische Bestsellerautor und ehemalige Politiker Jeffrey Archer ist tot. Der Schriftsteller starb unerwartet im Alter von 86 Jahren, wie sein Verlag Harper Collins am Montag mitteilte. Demnach starb Archer "friedlich in seinem Zuhause zwischen zwei Schreibphasen". Die Lektorin Kate Elton würdigte ihn als "Meistererzähler und Traum eines jeden Lektors".

Deutscher Buchpreis geht an Shida Bazyar und "Die Lücken"

Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Shida Bazyar und ihren Roman "Die Lücken". Bazyar wurde am Montagabend für ihre Erzählung über jüdisches Leben und die NS-Vergangenheit im Hunsrück ausgezeichnet.

Textgröße ändern: