The National Times - Depardieu will sich nicht mehr zu Ukraine-Krieg äußern

Depardieu will sich nicht mehr zu Ukraine-Krieg äußern


Depardieu will sich nicht mehr zu Ukraine-Krieg äußern
Depardieu will sich nicht mehr zu Ukraine-Krieg äußern / Foto: © RIA-NOVOSTI/AFP/Archiv

Der französische Schauspielstar und russische Staatsbürger Gérard Depardieu will sich eigenen Angaben zufolge vorerst nicht mehr über den Ukraine-Krieg äußern. "Mehr möchte ich zu dem Thema nun nicht mehr sagen als: Krieg ist großer Schwachsinn", sagte Depardieu im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). Depardieu betonte zudem, er werde an seiner russischen Staatsbürgerschaft festhalten, die er 2013 nach einem persönlichen Angebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin angenommen hatte.

Textgröße ändern:

"Ich vermeide es lieber, über das Thema zu reden, niemand ist in der Lage, dazu etwas wirklich Vernünftiges zu sagen", sagte der 74-Jährige mit Blick auf den russischen Angriffskrieg. Im März 2022 hatte Depardieu Putin angesichts der Invasion der Ukraine "verrückte und inakzeptable Exzesse" vorgeworfen.

Zuvor hatte sich Depardieu immer wieder positiv über Putin geäußert. So bezeichnete er Russland als "große Demokratie", den russischen Präsidenten verglich er unter anderem mit dem früheren Papst Johannes Paul II. Noch Mitte Februar 2022, als Russland nahe der ukrainischen Grenze bereits zehntausende Soldaten zusammengezogen hatte, hatte der Schauspieler im Onlinedienst Instagram ein Foto von sich mit Putin veröffentlicht und es mit "Freundschaft" betitelt.

Zu seiner russischen Staatsbürgerschaft sagte Depardieu der "Augsburger Allgemeinen" nun, diese werde er beibehalten. "Für mich hat sich nichts verändert", sagte er. "Ich bin noch immer Russe. Ich liebe die russische Kultur. Wenn ich ein Land liebe, dann immer wegen seiner Kultur."

S.Clarke--TNT

Empfohlen

Fall Haenel: Freiheitsstrafe für französischen Filmemacher Ruggia

Wegen sexueller Nötigung der damals minderjährigen Schauspielerin Adèle Haenel ist der französische Regisseur Christophe Ruggia zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Drei davon werden zur Bewährung ausgesetzt, die übrigen zwei soll der Filmemacher mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, wie die Berufungsrichter am Freitag in Paris entschieden.

US-Rapper D4vd unter Mordverdacht festgenommen

Mordverdacht gegen US-Rapper D4vd: Der 21-Jährige ist im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod einer Minderjährigen festgenommen worden. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen David Burke heißt, sitze wegen des Verdachts der Tötung von Celeste Rivas in Haft, teilte die Polizei in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) mit. Eine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution wurde demnach abgelehnt.

Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt

Das Mutterunternehmen des Konzertkarten-Verkäufers Ticketmaster, Live Nation Entertainment, ist wegen illegaler Monopolbildung verurteilt worden. Ein Geschworenengericht in New York sei zu dem Schluss gekommen, dass Live Nation und Ticketmaster durch wettbewerbswidriges Verhalten der Musikindustrie geschadet und überhöhte Preise von Konzertbesuchern verlangt habe, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch.

Langer Streit um Schnipsel aus Stück von Kraftwerk: Bundesgerichtshof wieder am Zug

Im langen Rechtsstreit um einen kurzen Rhythmusschnipsel aus einem Lied von Kraftwerk ist nun wieder der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Zug. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg beantwortete am Dienstag Fragen des BGH. Es ging darum, wann das sogenannte Sampling - die Nutzung der kurzen Sequenz für ein neues Stück - erlaubt sein kann. (Az. C-590/23)

Textgröße ändern: