The National Times - Alzheimer-Experten: Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz

Alzheimer-Experten: Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz


Alzheimer-Experten: Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz
Alzheimer-Experten: Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland leben fast 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Angesichts der steigenden Lebenserwartung wird sich die Zahl der Betroffenen bis 2050 auf 2,3 Millionen bis 2,6 Millionen erhöhen, solange es keine wirksame Therapie gibt, wie die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft am Dienstag auf Grundlage neuer Berechnungen mitteilte.

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Die Zahlen werden alle zwei Jahre aktualisiert - 2023 gingen die Experten von bis zu 2,7 Millionen Demenzkranken im Jahr 2050 aus. Die Gesellschaft werde offenbar insgesamt gesünder, wodurch sich der durchschnittliche Beginn der Erkrankung im Vergleich zum Stand vor zehn Jahren "tendenziell in ein höheres Alter" verschiebe, erklärte René Thyrian vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Dennoch steigt die Zahl der Demenzen wegen der steigenden Lebenserwartung und einer immer größer werdenden Zahl von Menschen, die ein Alter erreichen, in dem die Wahrscheinlichkeit einer Demenz stark zunimmt.

Die meisten Demenzkranken leben im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Gemessen am Anteil der Einwohner hat der Osten allerdings aufgrund eines höheren Durchschnittsalters die höchste Demenzrate - in Sachsen und Sachsen-Anhalt liegt diese bei je 2,6 Prozent, gefolgt von Thüringen mit 2,5 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil der Dementen in Stadtstaaten mit einer relativ jungen Bevölkerung - in Hamburg beträgt er 1,7 Prozent und in Berlin 1,8 Prozent.

Ungefähr zwei Drittel der Demenzkranken haben Alzheimer. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Die Erkrankung des Gehirns führt zum Verlust von geistigen Funktionen wie Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung sowie zum Absterben oder einer starken Schädigung von Gehirnzellen vor allem in der Hirnrinde. Auch die Fähigkeit zum sozialen Austausch geht verloren.

Neben Alzheimer sind die Vaskuläre Demenz und die Frontotemporale Demenz die häufigsten Demenzerkrankungen. Die meisten Betroffenen sind älter als 65 Jahre. Etwa fünf Prozent, das sind rund 85.000 Menschen, sind in jüngerem Alter an Demenz erkrankt. Unter dem Motto "Demenz – (k)eine Frage des Alters" soll der alljährliche Weltalzheimertag am 21. September über Demenz und die Situation Betroffener aufklären.

R.T.Gilbert--TNT

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