The National Times - Umfrage: Jeder dritte junge Mensch mit Depressionen nutzt KI als Psychocoach

Umfrage: Jeder dritte junge Mensch mit Depressionen nutzt KI als Psychocoach


Umfrage: Jeder dritte junge Mensch mit Depressionen nutzt KI als Psychocoach
Umfrage: Jeder dritte junge Mensch mit Depressionen nutzt KI als Psychocoach / Foto: © AFP/Archiv

Jeder dritte jüngere Mensch mit Depressionen nutzt einer Umfrage zufolge Künstliche Intelligenz (KI) als Psychocoach. 35 Prozent sprechen mit KI über die Erkrankung, wie die Stiftung Deutsche Depressionshilfe am Dienstag mitteilte. Zehn Prozent reden sogar in längeren Dialogen wie mit einem Menschen darüber. Als Hauptnutzungsmotiv gaben 56 Prozent an, einfach mit jemandem über ihre Probleme sprechen zu wollen.

Textgröße ändern:

46 Prozent hoffen, so ihre Erkrankung selbst in den Griff bekommen zu können. 41 Prozent suchen Aufmunterung und Zuspruch. Vier von zehn informieren sich über Therapiemöglichkeiten. Die Gespräche mit den Chatbots bewerten 85 Prozent als hilfreich. Zwei Drittel empfanden im Gespräch mit der KI sogar so etwas wie Nähe.

Dennoch empfinden es 57 Prozent der Befragten bedrückend, sich mit einem Computerprogramm zu unterhalten. 53 Prozent gaben an, dass sie nach der Nutzung verstärkt Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid hatten. 62 Prozent waren der Meinung, dass die KI einen Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten überflüssig gemacht habe.

KI ersetze weder eine professionelle Diagnostik noch sei sei eine leitliniengerechte Behandlung, warnte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl. "Die antidepressive Wirksamkeit und mögliche unerwünschte Folgen sind kaum erforscht", fügte er hinzu.

Betroffenen riet er dazu, sich an Hausärzte, Psychiater oder psychologische Psychotherapeuten zu wenden. Für die Erhebung wurden 2500 Menschen zwischen 16 und 39 Jahren befragt.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Nach Lungenkrebs-OP: Papst Leo XIV. wird am Samstag aus Klinik entlassen

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation kann Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen. "Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, des heute Morgen angefertigten Röntgenbildes des Brustkorbs und der klinischen Gesamtbewertung ist der Heilige Vater als entlassungsfähig eingestuft worden", hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung der behandelnden Ärzte. Der Papst werde am frühen Nachmittag in den Vatikan zurückkehren.

GKV-Chef kritisiert Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei Arztterminen

Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, hat gefordert, gesetzlich Versicherte bei der Vergabe von Arztterminen besserzustellen. Die 75 Millionen gesetzlich Versicherten finanzierten den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte Blatt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig gegenüber Privatpatienten benachteiligt. Das sei eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

TK-Chef schlägt Radikalreform vor: "Private und gesetzliche Kassen abschaffen"

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, spricht sich für einen Umbau des dualen Systems in der Krankenversicherung aus. "Wir sollten die private Krankenversicherung abschaffen, die gesetzliche aber auch", sagte Baas dem "Spiegel" laut Meldung vom Freitag. Die TK ist mit mehr als zwölf Millionen Versicherten die größte Krankenkasse in Deutschland. Baas schlägt ein System vor, in dem das Beste aus beiden Welten genutzt werden könnte.

Vier Einsatzkräfte sterben im Kampf gegen Waldbrände in Indonesien

Im Kampf gegen die schweren Waldbrände in Indonesien sind vier Einsatzkräfte ums Leben gekommen. Die Männer wurden beim Löscheinsatz in einem Nationalpark auf der Insel Java von Flammen und dichtem Rauch eingeschlossen, wie die Behörden am Freitag berichteten. Zwei weitere Menschen erlitten schwere Verbrennungen. Die Regierung in Singapur kündigte derweil an, juristisch gegen für die Waldbrände verantwortliche Unternehmen vorzugehen. Singapur leidet wie weitere Staaten Südostasiens seit Tagen unter dem durch die Waldbrände verursachten giftigen Smog.

Textgröße ändern: