The National Times - Widerstand aus SPD gegen Abstriche bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Widerstand aus SPD gegen Abstriche bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall


Widerstand aus SPD gegen Abstriche bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Aus der SPD kommt Widerstand gegen angebliche Überlegungen für Einschnitte bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dies sei kein Ziel seiner Partei, sagte SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Ganz im Gegenteil: Wir kämpfen dafür, dass diese Lohnfortzahlung weiter vorhanden ist."

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Allerdings wollte Limbacher Änderungen generell auch nicht ausschließen. In Zukunft könnten nicht mehr alle Probleme mit mehr Geld gelöst werden, sagte er, "sondern wir brauchen ganz klare Strukturreformen in unserem Land". In allen Bereichen müsse offen diskutiert werden. Maßnahmen dürften nicht sofort für unmöglich erklärt werden.

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurde am Wochenende bei den Beratungen der Spitzen von Union und SPD auch über einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung des als zu hoch eingestuften Krankenstands gesprochen. Aus CDU und CSU sei dazu vorgeschlagen worden, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu reduzieren, hieß es unter Berufung auf Angaben aus Koalitionskreisen. Im Gespräch sei dafür die Einführung eines Karenztages ohne Lohnfortzahlung zu Beginn eines krankheitsbedingten Ausfalls. Zudem könnte dem Bericht zufolge der bisherige Zeitrahmen von sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber den Lohn für einen kranken Arbeitnehmer weiter bezahlt, gekürzt werden.

Außerdem gebe es die Überlegung, dass Arbeitgeber nur noch einmal im Jahr Lohnfortzahlung leisten müssen, berichtete "Bild" weiter. Das hieße, wenn die Maximallänge erreicht ist, würde bei einem erneuten Krankheitsfall sofort die Krankenkasse mit dem niedrigeren Krankengeld einspringen müssen.

Bei den Beratungen der Koalitionsspitzen ging es um die anstehenden Sozialreformen, vor allem aber um Entlastungen wegen der hohen Energiepreise. Ergebnisse sollen um 9.00 Uhr von den Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD verkündet werden.

P.Jones--TNT

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