The National Times - KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen - starker Anstieg

KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen - starker Anstieg


KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen - starker Anstieg
KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen - starker Anstieg / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Menschen mit wiederkehrenden Depressionen ist nach einer Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) stark gestiegen. Mediziner diagnostizierten im Jahr 2024 bei rund 4,2 Millionen Menschen in Deutschland wiederholte Depressionen, wie eine am Montag in Hannover veröffentlichte Hochrechnung der Krankenkasse zeigt. Frauen seien dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Textgröße ändern:

Bundesweit erhöhte sich die Zahl solcher Fälle innerhalb von zehn Jahren von 34 auf 51 ambulante Diagnosen pro 1000 Versicherte, was einem Anstieg von fast 50 Prozent entspricht. Betroffene leiden demnach nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern sind oftmals auch im Frühjahr unter anderen wegen der Umstellung des Hormonhaushalts antriebslos und ziehen sich zurück, während um sie herum die Frühlingsgefühle erwachen.

In der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen verzeichnete die KKH im Zeitraum von 2014 bis 2024 sogar einen Anstieg der Fälle von wiederkehrenden Depressionen um gut 118 Prozent - von 15 auf 33 pro 1000 Versicherte. Die Daten zeigten, dass sich Depressionen "offenbar bei zunehmend mehr Patientinnen und Patienten manifestieren und zu langwierigen Leidenszeiten führen", erklärte KKH-Expertin Aileen Könitz.

Den im Bundesländervergleich größten Anstieg manifestierter Depressionen registrierte die Kasse zwischen 2014 und 2024 mit 75 Prozent in Sachsen-Anhalt. Dort leben allerdings gleichzeitig die wenigsten Betroffenen - 43 von 1000 im Jahr 2024. Den größten Anteil an Patienten ermittelte die Kasse in Baden-Württemberg mit 62 Fällen pro 1000 Versicherte, den deutschlandweit geringsten Zuwachs innerhalb von zehn Jahren mit 37 Prozent in Hamburg.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Weiterer Toter durch Bornavirus in Bayern

In Bayern ist erneut ein Mensch an dem durch Feldspitzmäuse übertragenen Bornavirus gestorben. Die Erkrankung wurde bei einer Obduktion festgestellt, wie das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen in Neuburg an der Donau am Mittwoch mitteilte. Weitere Infos zu dem oder der Toten teilte der Landkreis nicht mit. Für die Bevölkerung bestehe keine erhöhte Gefahr. Es handele sich um einen äußerst seltenen Einzelfall.

Hitzealarm und Stromausfälle - West- und Mitteleuropa ächzen unter hohen Temperaturen

Von der gegenwärtigen Hitzewelle in Europa sind hunderte Millionen Menschen betroffen. Fast überall in Deutschland galten am Mittwoch wieder amtliche Hitzewarnungen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Auch in Frankreich galt weiterhin fast im ganzen Land Hitze-Alarm, von hitzebedingten Stromausfällen in der Bretagne waren zehntausende Haushalte betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnte die Europäer eindringlich zu mehr Investitionen in den Hitzeschutz.

Daten zeigen: Auch in Deutschland Anstieg von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen

Die Fälle von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen sind in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten leicht angestiegen. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 20 und 39 Jahren, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg am Dienstag mitteilte. Von jährlich rund 56.000 neuen Darmkrebsfällen entfallen demnach etwa fünf Prozent auf Menschen unter 50 Jahren.

Organspende: Patientenbeauftragter Schwartze wirbt für Widerspruchslösung

Vor der Bundestagsdebatte zur Organspende wirbt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze (SPD), für einen Systemwechsel hin zur Widerspruchslösung. "Ich bin sehr froh, dass im Bundestag nun endlich wieder über eine Neuregelung der Organspende debattiert wird", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Er sei "persönlich überzeugt, dass wir dringend einen Systemwechsel brauchen und die Widerspruchsregelung dafür sehr naheliegend ist".

Textgröße ändern: