The National Times - Designierter FDP-Generalsekretär greift RKI-Chef Wieler an

Designierter FDP-Generalsekretär greift RKI-Chef Wieler an


Designierter FDP-Generalsekretär greift RKI-Chef Wieler an
Designierter FDP-Generalsekretär greift RKI-Chef Wieler an

In der FDP-Spitze gibt es scharfe Kritik am Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. Das RKI habe "quasi nebenbei mit einem Federstrich und ohne jegliche Ankündigung" die Verkürzung der Genesenenfrist festgelegt, sagte der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai dem "Spiegel". Wieler könne sich "des Vertrauens der FDP" aufgrund dieser "neuerlichen Verfehlung, die ja leider keinen Einzelfall darstellt, nicht mehr sicher sein".

Textgröße ändern:

Mitte Januar hatte das RKI entschieden, dass Menschen, die eine Corona-Infektion durchgemacht haben, nur noch für drei Monate danach als genesen gelten - zuvor waren es sechs Monate. Die Verkürzung ist vor allem deshalb brisant, weil für viele Erledigungen und Veranstaltungen ein Status als geimpft oder genesen Voraussetzung ist.

Die Entscheidung habe "eine unmittelbare Auswirkung auf das tägliche Leben vieler Menschen", sagte dazu Djir-Sarai. "Optimale Kommunikation geht anders."

Gleichzeitig zollte er Wieler aber auch Anerkennung: "Ich habe großen Respekt vor den Leistungen des RKI-Chefs Lothar Wieler in den vergangenen zwei Jahren während der Pandemie", sagte Djir-Sarai.

Auf die konkrete Frage nach der Zukunft Wielers an der Spitze des RKI sagte der FDP-Politiker dem "Spiegel": "Es ist Sache des Bundesgesundheitsministers über die personelle Aufstellung an der Spitze seiner Unterbehörden zu entscheiden."

Wieler ist seit 2015 RKI-Chef. Er wurde auf Vorschlag des damaligen Gesundheitsministers Hermann Gröhe (CDU) nach Zustimmung durch das Bundeskabinett ernannt. Die Position an der RKI-Spitze ist nicht befristet.

F.Adams--TNT

Empfohlen

40 Jahre nach Tschernobyl: Selbst gesammelte Pilze bei maßvollem Verzehr unbedenklich

40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 ist es in Deutschland inzwischen wieder unbedenklich, selbst gesammelte Pilze in üblichen Mengen zu essen. Einige Pilze seien vor allem in Süddeutschland allerdings weiterhin mit radioaktivem Cäsium belastet, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter am Freitag mit. Bei maßvollem Verzehr sei die zusätzliche Strahlendosis jedoch gering.

Sepsis: Warum eine Blutvergiftung so gefährlich ist und wie man sie erkennt

Die Sepsis, umgangssprachlich Blutvergiftung genannt, ist in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen. Experten warnen vor der schnellen Entwicklung der Erkrankung und betonen die entscheidende Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose. Ein Experte listet die kritischen Warnsignale auf, die sofortiges Handeln erfordern.

Medikamente bei Hitze: Welche Arzneimittel das Risiko für Dehydrierung und Kreislaufprobleme erhöhen

Hohe Temperaturen belasten den Körper stark, doch einige häufig verschriebene Medikamente können diese natürliche Regulation stören. Laut dem Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erhöhen Arzneimittel wie Antidepressiva, Blutdrucksenker und Entwässerungstabletten das Risiko für Dehydrierung, Kreislaufprobleme und im schlimmsten Fall Organschäden. Besonders gefährdet sind Senioren und Menschen mit Polypharmazie.

UNO fordert 1,1 Milliarden Dollar für Kampf gegen Ebola in DR Kongo

UN-Generalsekretär António Guterres hat die internationale Gemeinschaft zu weiteren Finanzhilfen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo aufgerufen. Ein insgesamt 2,1 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Dollar) umfassender Hilfsplan sei nur knapp zur Hälfte finanziert, erklärte Guterres am Donnerstag.

Textgröße ändern: