The National Times - Lindner bringt verlängerte Steuerhilfen wegen Corona-Pandemie auf den Weg

Lindner bringt verlängerte Steuerhilfen wegen Corona-Pandemie auf den Weg


Lindner bringt verlängerte Steuerhilfen wegen Corona-Pandemie auf den Weg
Lindner bringt verlängerte Steuerhilfen wegen Corona-Pandemie auf den Weg

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) eine Verlängerung von Steuererleichterungen auf den Weg gebracht. Geplant ist die Beibehaltung der Homeoffice-Pauschale bis Ende des Jahres, wie es nach AFP-Informationen vom Donnerstag in einem Gesetzentwurf heißt. Demnach sind auch erneut eine spätere Abgabefrist für die Steuererklärung und erweiterte Möglichkeiten der Verlustverrechnung mit Gewinnen aus guten Jahren vorgesehen.

Textgröße ändern:

"Menschen und Betriebe müssen in der Corona-Krise entlastet werden", schrieb Lindner dazu auf Twitter. Er legte nun einen Referentenentwurf für das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz vor, der nun mit den anderen Ministerien abgestimmt wird.

Bei der Homeoffice-Pauschale können fünf Euro pro Tag abgesetzt werden, wenn Arbeitnehmer oder Selbständige zuhause arbeiten. Die Obergrenze pro Jahr liegt bei 600 Euro. Diese Regelung soll nun bis zum 31. Dezember verlängert werden.

Der Entwurf sieht außerdem vor, dass Steuerzahler, die einen Steuerberater hinzuziehen, mehr Zeit für die Abgabe ihrer Steuererklärung bekommen. Die Frist "in beratenen Fällen" wird für 2020 um weitere drei Monate verlängert“, heißt es in dem Begleitschreiben zum Gesetzesentwurf. Auch die Frist für 2021 und 2022 soll verlängert werden, "jedoch in geringerem Umfang", wie es im Gesetz heißt.

Bonuszahlungen zur Anerkennung besonderer Leistungen in Einrichtungen wie Krankenhäusern während der Corona-Krise sollen dem Referentenentwurf zufolge bis zu einem Betrag von 3000 Euro steuerfrei gestellt werden. Die Förderung der steuerfreien Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld wird um drei Monate bis Ende März 2022 verlängert.

Die erweiterte Verlustverrechnung wird bis Ende 2023 verlängert: Für 2022 und 2023 wird dabei der Höchstbetrag beim Verlustrücktrag auf 10 Millionen Euro beziehungsweise auf 20 Millionen Euro bei Zusammenveranlagung angehoben. Der Verlustrücktrag wird zudem ab 2022 dauerhaft auf zwei Jahre ausgeweitet und erfolgt in die unmittelbar vorangegangenen beiden Jahre.

Die Union im Bundestag forderte weitere Erleichterungen wegen der steigenden Energiepreise. "Die Ampel darf bei den Entlastungen nicht auf halbem Wege stehen bleiben", sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Union, Axel Knoerig (CDU), der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Auch die Menschen, die tagtäglich zur Arbeit pendeln, müssen unterstützt werden."

Wer von einer Homeoffice-Pauschale spreche, dürfe die Pendlerpauschale nicht außen vor lassen, sagte Knoerig. Wegen der steigenden Strom- und Gaspreise müsse über Maßnahmen wie eine Absenkung der Mehrwertsteuer oder einen höheren Heizkostenzuschlag als bisher angekündigt, diskutiert werden.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Bericht: Warken plant Einschnitte bei Pflege - Ministerin sieht System in Schieflage

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwägt im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der RND-Zeitungen aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Bericht: Warken plant bei Pflegereform deutliche Mehrbelastung für Heimbewohner

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die Augen. Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montag in München. Studien zufolge erhöhe Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse zudem teilweise um das Zwei- bis Vierfache.

Polizei sucht noch ein Glas mit vergifteter Hipp-Babykost

Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung des Babynahrungsherstellers Hipp durch Rattengift in Babynahrung sucht die Polizei noch nach einem mutmaßlich manipulierten Glas. Es seien in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag in Ingolstadt mit. Ein Glas könne "in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein".

Textgröße ändern: