The National Times - Mit allen Sinnen: Auch virtuelles Waldbaden hilft bei Stressabbau

Mit allen Sinnen: Auch virtuelles Waldbaden hilft bei Stressabbau


Mit allen Sinnen: Auch virtuelles Waldbaden hilft bei Stressabbau
Mit allen Sinnen: Auch virtuelles Waldbaden hilft bei Stressabbau / Foto: © AFP/Archiv

Es muss nicht immer der Spaziergang durch den realen Wald sein: Schon virtuelles Waldbaden hilft beim Stressabbau. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wies nach einer Mitteilung vom Donnerstag nach, dass das bewusste Eintauchen in die Natur mit Hilfe der VR-Technik das emotionale Wohlbefinden verbessern kann.

Textgröße ändern:

Für das Projekt wurde im größten Douglasienwald Europas, dem Naturschutzgebiet Sonnenberg bei Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, ein 360-Grad-Video produziert und durch Originalklänge sowie den Duft ätherischer Douglasienöle ergänzt. Über eine VR-Brille erlebten die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer die virtuelle Waldszenerie dann entweder mit allen Sinnen oder nur mit einem einzelnen Sinn.

Die Kombination aller drei Sinnesreize, also Bild, Ton und Duft, führte demnach zu einer deutlich stärkeren Verbesserung der Stimmung sowie zu einem stärkeren Gefühl der Verbundenheit mit der Natur, verglichen mit der Ansprache jeweils einzelner Sinnesreize. Neben positiven Effekten auf die Stimmung zeigten sich den Forschern zufolge in begrenztem Umfang auch Verbesserungen im Arbeitsgedächtnis. Sie sehen darin Potenzial etwa für den Einsatz in Kliniken, Wartebereichen oder urbanen Innenräumen.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Klinikversorgung: Chef von Expertengremium hält 700 Häuser für verzichtbar

In der Diskussion um Krankenhausschließungen hält der Chef des obersten Entscheidungsgremiums im Gesundheitswesen hunderte Kliniken für verzichtbar. Knapp zwei Drittel der bisherigen Hospitäler seien ausreichend für eine gute Versorgung, sagte Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern der "Wirtschaftswoche" (Freitagsausgabe). "Etwa 1000 Krankenhäuser sollten genug sein. Heute haben wir 1700 in Deutschland."

RKI: Höhepunkt von Grippewelle scheint überschritten

Der Höhepunkt der Grippewelle scheint nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) überschritten zu sein. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht des RKI zu den in Deutschland kursierenden Atemwegserkrankungen hervorgeht, wurden für die vergangene Woche bislang 21.485 im Labor bestätigte Influenzafälle gemeldet. Die Fallzahlen seien im Vergleich zur Vorwoche gesunken.

Kasse: 56 Prozent der Versicherten warten über einen Monat auf Facharzttermin

Mehr als die Hälfte der gesetzlich Versicherten wartet einer Umfrage zufolge länger als einen Monat auf einem Facharzttermin. Das geht aus einer am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten Befragung des Instituts Forsa für die Techniker Krankenkasse hervor. Demnach warten 56 Prozent mehr als vier Wochen, 35 Prozent warten sogar mehrere Monate.

G-BA: Neuer Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab ohne belegten Zusatznutzen

Der neue Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab hat nach Ansicht eines Expertengremiums keinen Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie. Zu diesem Ergebnis kam der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern am Donnerstag. Damit verschwindet das zugehörige Arzneimittel Leqembi, das in Deutschland seit September zur Verfügung steht, aber nicht vom Markt. Es kann weiterhin verordnet werden.

Textgröße ändern: