The National Times - Werbewirtschaft kritisiert Beschluss der Verbraucherminister zu Kinder-Werbung

Werbewirtschaft kritisiert Beschluss der Verbraucherminister zu Kinder-Werbung


Werbewirtschaft kritisiert Beschluss der Verbraucherminister zu Kinder-Werbung
Werbewirtschaft kritisiert Beschluss der Verbraucherminister zu Kinder-Werbung / Foto: © AFP/Archiv

Die deutsche Werbewirtschaft hat das von den Verbraucherministern der Länder geforderte Verbot von Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, scharf kritisiert. "Es gibt keine Wirksamkeitsstudie, die belegt, dass ein Werbeverbot positive Auswirkungen auf die Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen hat und zu weniger Fettleibigkeit führt", erklärte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am Montag.

Textgröße ändern:

Das Gegenteil sei der Fall - Beispiele wie Schweden oder Südkorea zeigten, dass Werbeverbote "nicht geeignet sind, Übergewicht bei Kindern effektiv zu verringern", fuhr der ZAW fort. Die Verlautbarung der Ministerinnen und Minister für Verbraucherschutz der Länder gehe außerdem "deutlich über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags" hinaus. Dort geht es um unter 14-Jährige, an sie gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett und Salzgehalt soll es künftig nicht mehr geben.

Die Verbraucherschutzministerkonferenz hatte am Freitag beschlossen, den Bund darum zu bitten, ein entsprechendes Verbot für an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung "im Rahmen seiner Regelungszuständigkeit auf den Weg zu bringen". Das jedoch würde dazu führen, "dass Jugendlichen bis 18 nicht zugetraut wird, sich für eine ausgewogene Ernährung zu entscheiden", kritisierte der ZAW.

Um Übergewicht und Adipositas zu bekämpfen, brauche es vielmehr einen "übergreifenden Ansatz: Zentrale Handlungsfelder sind Ernährungsbildung, eine ausgewogene Kita- und Schulverpflegung sowie die nachhaltige Förderung von Bewegung", argumentierte der ZAW.

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Grüne forden Fünf-Milliarden-Euro-Programm für besseren Hitzeschutz

Die Grünen fordern ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm für einen besseren Hitzeschutz in Deutschland. "Unser Land ist noch immer nicht ausreichend auf ständig neue und länger andauernde Hitzerekorde vorbereitet", sagte Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen könnten "viele grüne Oasen deutschlandweit entstehen lassen und wirksame Abkühlung für Menschen und Tiere ermöglichen". Dies entspreche 60 Euro pro Bürgerin und Bürger.

Weiterer Toter durch Bornavirus in Bayern

In Bayern ist erneut ein Mensch an dem durch Feldspitzmäuse übertragenen Bornavirus gestorben. Die Erkrankung wurde bei einer Obduktion festgestellt, wie das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen in Neuburg an der Donau am Mittwoch mitteilte. Weitere Infos zu dem oder der Toten teilte der Landkreis nicht mit. Für die Bevölkerung bestehe keine erhöhte Gefahr. Es handele sich um einen äußerst seltenen Einzelfall.

Hitzealarm und Stromausfälle - West- und Mitteleuropa ächzen unter hohen Temperaturen

Von der gegenwärtigen Hitzewelle in Europa sind hunderte Millionen Menschen betroffen. Fast überall in Deutschland galten am Mittwoch wieder amtliche Hitzewarnungen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Auch in Frankreich galt weiterhin fast im ganzen Land Hitze-Alarm, von hitzebedingten Stromausfällen in der Bretagne waren zehntausende Haushalte betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnte die Europäer eindringlich zu mehr Investitionen in den Hitzeschutz.

Textgröße ändern: