The National Times - Lauterbach will noch vor Sommerpause Entwurf für Infektionsschutzgesetz vorlegen

Lauterbach will noch vor Sommerpause Entwurf für Infektionsschutzgesetz vorlegen


Lauterbach will noch vor Sommerpause Entwurf für Infektionsschutzgesetz vorlegen
Lauterbach will noch vor Sommerpause Entwurf für Infektionsschutzgesetz vorlegen / Foto: © AFP/Archiv

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass noch vor der Sommerpause die Eckpunkte für das neue Infektionsschutzgesetz vorgelegt werden. "Aller Voraussicht nach werden wir das leisten können, so dass nach der Sommerpause dann der Beschluss erfolgen kann", sagte Lauterbach am Freitag in Berlin. Er sei derzeit mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) im "intensiven Gespräch" über die Reform des Infektionsschutzgesetzes, das in der geltenden Fassung zum 23. September ausläuft.

Textgröße ändern:

Lauterbach verwies darauf, dass das zuständige Expertengremium von Bund und Parlament Ende Juni seine Bewertung der bisherigen Corona-Maßnahmen vorlegen werde. Danach könne er sich mit dem Justizminister auf die Inhalte des Gesetzes einigen, so dass Klarheit herrsche, welche Instrumente im Herbst zur Verfügung stünden. "Ich glaube, dass wir da im Einvernehmen einen guten Vorschlag machen können", sagte Lauterbach.

In der Koalition besteht derzeit Uneinigkeit darüber, wann über eine Verlängerung des Infektionsschutzgesetzes entschieden werden soll. Die FDP lehnt bislang Forderungen der Grünen ab, bereits vor der Sommerpause eine Nachfolgeregelung für das Infektionsschutzgesetz im Bundestag zu beraten.

T.Hancock--TNT

Empfohlen

Umfrage: Mehrheit wünscht sich strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr

Die Mehrheit der Deutschen will einer repräsentativen Umfrage zufolge strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr. 68 Prozent der Befragten der am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL wünschten sich eine Anpassung der bestehenden 0,5-Promillegrenze. Für ein absolutes Alkoholverbot waren 45 Prozent, 23 Prozent bevorzugten eine Grenze von maximal 0,3 Promille. An der bestehenden Promillegrenze wollten nur knapp ein Drittel (28 Prozent) festhalten.

Brasilianischer Indigenen-Anführer Raoni auf Intensivstation verlegt

Der brasilianische Indigenen-Anführer Raoni Metuktire ist offenbar schwer krank und wird nach Angaben seiner Ärzte auf der Intensivstation behandelt. Der Zustand des über 90 Jahre alten Umweltaktivisten sei "ernst", teilte die Klinik Dois Pinheiros in Sinop im Westen Brasiliens am Montag mit. Als Gründe nannten die Ärzte Veränderungen der Nierenfunktion. Zudem gebe es "Anzeichen, die auf einen schweren Infektionsprozess hindeuten".

Demenzfälle könnten in Deutschland bis 2060 auf über zwei Millionen steigen

Die Zahl der Demenzfälle in Deutschland könnte Experten zufolge bei steigender Lebenserwartung auf bis zu 2,1 Millionen im Jahr 2060 steigen. Wie aus am Montag in Berlin veröffentlichten Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervorgeht, sind ländliche Regionen im Osten mit einer älter werdenden Bevölkerung besonders betroffen.

WHO: Ebola-Ausbruch weitet sich auf neue Gebiete im Nordosten des Kongo aus

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf neue Gebiete im Nordosten des Landes aus. "Der Ausbruch wächst weiter, sowohl in Bezug auf die Fallzahlen als auch auf die geografische Ausdehnung", sagte der Leiter der Epidemiologie und Analytik der WHO, Olivier le Polain, am Freitag vor Journalisten in Genf. Das wahre Ausmaß des Ausbruchs sei "deutlich größer als das, was derzeit erfasst wird".

Textgröße ändern: