The National Times - Baerbock bricht Auslandsreise nach positivem Corona-Test ab

Baerbock bricht Auslandsreise nach positivem Corona-Test ab


Baerbock bricht Auslandsreise nach positivem Corona-Test ab
Baerbock bricht Auslandsreise nach positivem Corona-Test ab / Foto: © AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ist während eines Besuchs in Pakistan positiv auf das Coronavirus getestet worden und hat ihre Reise deshalb abgebrochen. Baerbock habe nach dem Mittagessen am Dienstag einen Schnelltest vorgenommen, nachdem sie einen Geschmacksverlust festgestellt habe, teilte ihr Ministerium auf Twitter mit. Alle weiteren Termine der Reise würden abgesagt. Die Grünen-Politikerin wollte ursprünglich am Mittwoch weiter nach Griechenland und in die Türkei reisen.

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Es sei geplant, dass Baerbock mitsamt ihrer Delegation am Mittwoch zurück nach Deutschland reise, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Rückreise erfolge in demselben Flugzeug, mit dem die Delegation angereist sei. Durch die Beschaffenheit des Flugzeuges bestehe die Möglichkeit, dass Baerbock den "Flug vollständig in Isolation" verbringe.

Die Außenministerin habe sich konsequent getestet, betonte das Auswärtige Amt. Noch am Morgen sei ein Corona-Schnelltest bei ihr negativ ausgefallen. Nach dem Schnelltest am Mittag sei bei der Ministerin ein PCR-Test gemacht worden, dessen Ergebnis im Laufe des Abends erwartet wurden.

Baerbock war am Vormittag in Islamabad mit ihrem pakistanischen Kollegen Bilawal Bhutto Zardari zusammengekommen. Im Zentrum des Treffens stand die Lage in Afghanistan nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban im vergangenen Jahr sowie die Versorgung afghanischer Flüchtlinge in Pakistan.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Zardari lobte Baerbock die Rolle Pakistans bei der Aufnahme von aus Afghanistan geflüchteten Menschen. Die Menschen in Pakistan hätten ein "großes Herz" bewiesen und schulterten "eine enorme Aufgabe", sagte die Außenministerin.

Pakistan sei überdies bisher der "engste Partner" Deutschlands, wenn es um die Ausreise von afghanischen Ortskräften der Bundeswehr und anderer deutscher Institutionen gehe, sagte Baerbock weiter. In den vergangenen Monaten seien mehr als 14.000 Menschen aus Afghanistan über Pakistan nach Deutschland ausgereist, um dort "ein neues Leben zu beginnen".

Scharfe Kritik übte Baerbock an der Taliban-Regierung in Kabul. Die Islamisten führten das Land "in den Niedergang", sagte sie. Leidtragende seien vor allem Frauen und Mädchen. "Wir werden die Menschen in Afghanistan nicht vergessen und sie nicht im Stich lassen", versicherte Baerbock.

Im Rahmen ihres zweitägigen Pakistan-Besuchs hatte Baerbock auch mit Premierminister Shehbaz Sharif zusammenkommen wollen. Auch in Griechenland und in der Türkei hatte sie Gespräche mit Regierungsmitgliedern sowie mit Vertretern der Zivilgesellschaften beider Länder führen wollen.

Die Corona-Pandemie hat bereits in der Vergangenheit Auslandsreisen führender deutscher Regierungsvertreter überschattet. Nach der Afrika-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Mai war es Umfeld des Kanzlers zu mehreren Corona-Fällen gekommen. Trotz der Fälle in seinem Umfeld und der "dringenden Empfehlung" des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, fünf Tage freiwillig Kontakte zu reduzieren, reiste Scholz nach der Afrika-Reise zum Weltwirtschaftsforum nach Davos sowie zum Katholikentag nach Stuttgart.

D.Cook--TNT

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